Reiseinfos für die Karibik

Die Karibik ist die Gegend zwischen Nord- und Südamerika und unterteilt sich zunächst grob in die so genannten Großen Antillen (Kuba, Dom.Rep, Haiti, Jamaica) und die Kleinen Antillen, die aus einem Ring kleiner und kleinster Inseln besteht, der sich östlich der Großen Antillen zur Küste von Venezuela hinzieht.

Die Kleinen Antillen teilen sich noch mal in die so genannten Inseln „über dem Wind“ (Anguila, St. Martin, Saba etc.) und die Inseln „unter dem Wind“ (St. Vincent, Grenada etc.), ferner gibt es die französischen Antillen Guadeloupe, Martinique und die fast französischen Dominica und St. Lucia sowie die Niederländischen Antillen Curacao, Aruba und Bonaire. Bei den franz. Antillen handelt es sich um europäisches Staatsgebiet und es wird mit Euro gezahlt. Ansonsten wird neben der lokalen Währung Eastern Carribean Dollar auch überall der US Dollar akzeptiert.

Einreisebestimmungen Karibik

Da die Karibik aus vielen kleinen Einzelstaaten besteht, sind für jede Insel oder Inselgruppe die jeweiligen Einreisebestimmungen zu checken. Erwachsene deutsche Staatsangehörige benötigen für die allermeisten karibischen Ziele lediglich ihren Reisepass und können visafrei bis zu 30 Tage, oft auch bis zu 90 Tage einreisen. Was fast überall gefordert wird, ist ein Ausreisenachweis, den man bei der Immigration in aller Regel auch vorzeigen muss. Hier reicht natürlich ein Rück- oder Weiterflugticket. Der Rückflug muss dabei innerhalb der genehmigten Aufenthaltsdauer erfolgen.

ACHTUNG: Wer über die USA in die Karibik weiterreist, für den gelten die Einreisebestimmungen der USA (mit ESTA- Erfordernis), selbst wenn es sich lediglich um einen Transitaufenthalt in den USA handelt. Auch muss bei einer Zwischenlandung in den USA das Gepäck identifiziert und neu eingecheckt werden, was viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Wer kann, sollte die Anreise über die USA vermeiden.

Beste Reisezeit für die Karibik

Das Klima auf den Kleinen Antillen ist grundsätzlich tropisch mit unterschiedlich ausgeprägten Regenzeiten sowie unterschiedlich starker Hurrikan- Betroffenheit in den Monaten September und Oktober. Die besten Reisemonate sind von November bis Februar, wo die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch und die Temperaturen mit 25 bis 28 vergleichsweise milde sind.

Generell sind die Durchschnittstemperaturen fast überall in der Karibik ganzjährig konstant bei 25 bis 29 Grad; lediglich die durch den Passatwind beeinflusste Luftfeuchtigkeit sorgt in weiten Teilen der Karibik für schweißtreibendes Klima. Regenfälle sind meist kurz und heftig, danach klart es abe sehr schnell wieder auf. Es ist also nicht so, dass es während der „Regenzeit“ den ganzen Tag regnet. Im Gegenteil, oft regnet es in den Nacht- oder frühen Morgenstunden, was die Temperaturen ein wenig zurückgehen lässt und den Schlaf erträglicher macht.

Barbados, Dover Beach

Flüge in die Karibik

Aus Deutschland kommt man direkt nur mit Condor und Eurowings in die Karibik, wobei sich die Ziele von Eurowings auf die Großen Antillen Kuba und die Dominikanische Republik beschränken, während die angeschlagene Condor neben en Großen Antillen auch ein recht dichtes Netz mit Direktflügen zu den Kleinen Antillen unterhält und neben Antigua und Barbados auch Tobago, Grenada, Belize und eine Reihe weiterer Ziele anfliegt.

Mit Air France kommt man erwartungsgemäß über Paris CDG nach Martinique und Guadeloupe und KLM bedient natürlich die Niederländischen Antillen mit Direktflügen aus Amsterdam, darunter vor allem die ABC Inseln Aruba, Bonaire und Curacao.

Streckennetz und Flughäufigkeit variieren auch stark nach Saison. In der Hauptreisezeit werden viele Destinationen von Condor täglich angeflogen, während in der Nebensaison oft nur ein oder zwei Flüge in der Woche stattfinden.

Innerkaribisch geht es mit LIAT weiter. War LIAT vor zehn Jahren noch ein sympathischer kleiner Billigflieger, wird die Monopolstellung im karibischen Flugraum inzwischen recht dreist ausgenutzt und wirklich billig sind die Flüge zumeist nicht mehr. Dafür ist das Streckennetz immer noch exzellent. Von den drei Hubs auf Trinidad, Barbados und Antigua werden alle größeren Inseln der Kleinen Antillen angeflogen.

Preisniveau in der Karibik

Die Karibik und besonders die Kleinen Antillen sind nicht unbedingt vorwiegend auf Backpacker ausgelegt. Viele der kleinen Inselstaaten sind durchaus hochpreisig, vor allem weil Resorts die vorherrschende Unterkunftsart sind und es meist wenige gute Guesthouses mit zivileren Preisen gibt.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass man nicht auch dort mit niedrigem Budget Urlaub machen kann. Es gibt viele private Unterkünfte wie die Ellen Bay Cottages auf Antigua, die seit mehr als zehn Jahren preiswerte Unterkünfte bieten. Man darf hier natürlich nicht den Luxus eines Resorts erwarten, aber man bekommt viel mehr: nämlich einen echten Einblick in karibisches Alltagsleben.

Neben den Unterkünften sind auch die normalen Dinge des täglichen Lebens hier meist deutlich teuer als in Deutschland. Wir haben in Deutschland so ziemlich die niedrigsten Lebensmittelpreise der Welt. Das lässt sich natürlich nicht mit einer kleinen Insel vergleichen, die alles aufwendig von Nachbarinseln oder womöglich sogar aus den USA importieren muss. Insofern seid darauf eingestellt, dass hier alles (außer Rum vielleicht) teurer ist als man es von zu Hause gewöhnt ist.

Gesundheit

Im Gegensatz zu anderen tropischen Gegenden der Erde sind die Gesundheitsgefährdungen durch Infektionskrankheiten überschaubar. Malaria kommt jedenfalls auf den Kleinen Antillen nicht vor. Auch gibt es keine gesonderten Impfvorschriften; empfohlen werden allerdings neben den obligatorischen Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Polio auch Hep A und B. Typhus als Folge mangelnder Hygiene kommt vor und sollte deshalb ebenfalls beimpft werden. Wer sich zudem viel outdoor bewegt, für den mag eine Tollwut- Impfung auch empfehlenswert sein. Die Ansteckungsgefahr ist zwar bei einem Sicherheitsabstand zu streunenden Tieren gering, wegen der immer tödlich verlaufenden Krankheit aber ggf. trotzdem durch Impfung vorher auszuschließen.

Da es zwar einige monströs aussehende Spinnenarten v.a. im Inland gibt, diese aber wie auch die vorkommenden Schlangenarten meist harmlos sind, droht die größte Gesundheitsgefahr aus der Luft. Die Sonneneinstrahlung wird von Touristen regelmäßig unterschätzt, insbesondere weil Sonnenbrand wegen der intensiven UV- Strahlung auch bei bewölktem Himmel auftritt.

Ein gewisses Risiko geht von den Mücken aus. Auch wenn die Plagegeister keine Malaria übertragen, sind einige tagaktive Mücken Überträger des Dengue- Fiebers, gegen das es auch keine Impfung gibt. Dengue hat sich in den letzten zehn Jahren wie überall in den tropischen Zonen auch in der Karibik weiter ausgebreitet.

Wenn ihr verreist, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr mit einer Auslandskrankenversicherung ausreichend abgesichert seid. Wir stellen euch die drei beliebtesten Langzeit- Auslandskrankenversicherungen für Backpacker vor.

Caribbean Islands (Country Regional Guides)
  • Mara Vorhees, Paul Clammer
  • Herausgeber: Lonely Planet
  • Auflage Nr. 7 (10.11.2017)
  • Taschenbuch: 893 Seiten

Letzte Aktualisierung am 18.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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