Am Anfang…

Am Anfang des „Projektes Weltreise“ steht die bewusste Entscheidung. Das klingt zunächst banal, hat aber weitreichende Konsequenzen.

Man kann mal spontan Freunde am anderen Ende der Republik besuchen, man kann auch mal spontan Last Minute nach Malle fliegen, aber man kann nicht spontan mal eine Weltreise machen.

Deshalb beginnt jede seriöse Planung, jede Finanzierung, jede Veränderung der persönlichen Karriereplanung mit der Entscheidung, für ein Jahr (oder wie lange auch immer) aus dem Hamsterrad auszusteigen und auf Reise zu gehen.

Erst wenn man das für sich selbst klar hat, macht es wirklich Sinn, in die ernsthafte Planung einzusteigen.

Der Weg zur Weltreise

Normalerweise läuft das ungefähr so ab: Man hat einen Traum, man sucht im Internet nach Informationen (wie z.B. auf dieser Seite hier), man liest Bücher, tauscht sich in Foren mit Gleichgesinnten aus und bekommt so ein etwas klareres Bild davon, was eine Reise um die Welt für einen selbst bedeutet.

Viele kommen über dieses Stadium nicht hinaus, weil sie keine Möglichkeit sehen, dies zu realisieren, weil sie soziale oder berufliche Verpflichtungen haben oder vielleicht auch, weil sie es sich nicht zutrauen.

Andere machen den Schritt zu sagen, dass sie das machen wollen. Wenn diese Entscheidung gefällt ist, kommt es darauf an, die nächsten Schritte in eine vernünftige Reihenfolge zu bekommen. Hierfür gibt es kaum ein Patentrezept, weil dies von den persönlichen Umständen jedes Einzelnen abhängig ist.

Wie viel Zeit zwischen der Entscheidung und dem Abreisetag vergeht, hängt ebenfalls von den persönlichen Voraussetzungen ab. Meine persönliche Erfahrung ist, dass dies mindestens sechs Monate sein werden, wenn ihr noch in einem festen Arbeitsverhältnis steckt; es können aber auch ein, zwei Jahre werden.

Ich kenne aber auch Leute, denen sich kurzfristig aufgrund einer Jobkündigung eine Gelegenheit aufgetan hat und die drei Wochen später schon unterwegs waren.

Bei mir selbst war es ein schleichender Prozess über Jahre mit immer länger werdenden Reisen während meines Urlaubs, immer mehr Stopovers statt einer Reise nur in ein Land und immer größer werdenden Schwierigkeiten, mich nach der Rückkehr aus dem Urlaub wieder für das zu motivieren, was zu der Zeit mein Alltag war.

Als dann die Scheidungspapiere mit meinem Arbeitgeber unterzeichnet waren, ging es dann sehr schnell. Ich hatte allerdings auch das Glück, eine ziemlich lange bezahlte Freistellung ausgehandelt zu haben, in der ich also weiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt war und Gehalt bezogen habe. Das hat die Entscheidung für eine längere Auszeit zu dem Zeitpunkt natürlich leichter gemacht.

Die meisten werden wohl nicht in der beneidenswerten Lage sein, über Vermögen zu verfügen und so der erste Schritt, die Finanzierung anzugehen. Ein paar Tipps, wie man dabei vorgehen kann, gibt es hier und in diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr Bonusmeilen sammelt und kostenlos fliegt.

Was man neben Geld noch für eine Weltreise benötigt, ist Zeit. Der zweite Schritt ist deshalb zu überlegen, wie man ein Zeitfenster für die Reise freigeschaufelt bekommt. Familie, Mitbewohner, Lebenspartner/in und Arbeitgeber sind deshalb nun in die eigenen Pläne einzuweihen. Dies ist wohl die größte Hürde, an der viele Träume noch zerplatzen können. Eine Idee für das Gespräch mit dem Arbeitgeber gibt es in diesem Artikel über Sabbatjahre.

Ganz wichtig: Überblick muss her

Jeder von uns schleppt eine Reihe von Langzeitverträgen mit sich rum. Sei es das Handy, der Internetanbieter, Stromanbieter, Kabelfernsehen, Bahn Card, Fitness- Studio, Sportvereine oder letzten Endes auch die Wohnung: überall sind zum Teil sehr lange Kündigungsfristen einzuhalten. Jetzt ist die Zeit, sich eine Checkliste anzulegen, in der man die Kündigungsfristen notiert. So lange man den Starttermin für seine Reise noch nicht festgelegt hat, macht es natürlich auch keinen Sinn zu kündigen, aber einen Überblick zu haben, ist extrem wertvoll.

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