Visum für Thailand

Einreise und Visum für Kambodscha

Für die Einreise nach Kambodscha ist ein Visum erforderlich, das entweder „on arrival“ an den Internationalen Flughäfen in Pnomh Penh oder Siem Reap gegen eine Gebühr von 30 US Dollar in den Ausweis geklebt wird oder vorab auf der Seite des kambodschanischen Außenministeriums hier als e- Visa für 37 US Dollar beantragt werden kann. Alles zum Visum Kambodscha erfahrt ihr hier.

Einreise nach Kambodscha mit dem Touristen Visum

Ob online oder „on arrival“: Man benötigt auf jeden Fall aktuelle Passbilder, von denen man bei Reisen in Südostasien ohnehin immer ein paar am Mann haben sollte.

Wer Abenteuer liebt, reist auf dem Landweg aus Thailand über Poipet oder Koh Kong ein und versucht dort das Visum zum offiziellen Preis von 30 US Dollar zu bekommen…;)

Das Standard- Visum ist ein Touristen- Visum, das zu einem touristischen Aufenthalt von 30 Tagen berechtigt. Das E- Visum hat eine Gültigkeit von drei Monaten, innerhalb derer man einmalig für 30 Tage nach Kambodscha einreisen kann. Das Touristenvisum kann einmal um einen Monat beim Einwanderungsbüro des Innenministeriums gegenüber des Internationalen Flughafens in Pnomh Penh verlängert  werden. In Phnom Penh gibt es zahlreiche Visa- Agenturen, die einem gegen ein geringes Entgelt die Rennerei abnehmen und die Verlängerung für einen übernehmen. Der Reisepass muss bei der Einreise (wie üblich) noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Bei der Ankunft am Flughafen Phnom Penh, der für einen Hauptstadt- Flughafen lächerlich klein ist, bekommt man das Formular für den Visa- Antrag ausgehändigt, das man zusätzlich zu der Einreisekarte ausfüllen muss, die man schon im Flugzeug ausgehändigt bekommt.

Wer beim Ausfüllen schnell ist, hat es gut, denn er muss sich nicht in die schnell länger

Visum Kambodscha
Visum Kambodscha

werdende Schlange vor dem Visa- Schalter einreihen.

Am Schalter gibt man dem ersten Beamten den ausgefüllten Visum- Antrag und ein (manchmal je nach Laune des Grenzbeamten auch zwei) Passfoto. Dann geht man zwei Schalter weiter und legt dem Kassierer passend 30 US Dollar auf den Tresen. Die Visagebühr muss in US Dollar bezahlt werden. An einigen Grenzübergängen werden auch Thai Baht akzeptiert, doch ist der Wechselkurs natürlich äußerst unvorteilhaft. Achtet besonders sorgfältig darauf, dass die Dollar- Noten nicht eingerissen sind, weil sie ansonsten von den Immigrationsbeamten nicht akzeptiert werden. Übrigens werdet ihr eingerissene Noten auch nirgendwo sonst loswerden. Achtet beim Einkaufen auch selbst darauf, dass euch kein Wechselgeld mit beschädigten Dollar Noten untergejubelt wird.

Mit dem frisch eingeklebten Visum geht es dann zur Immigration, wo man die Einreisekarte abliefert, dann das letzte verbleibende Formular bei den Customs abliefern und schon ist man in Kambodscha.

Wird die zulässige Aufenthaltsdauer überschritten, so wird bei der Ausreise eine Gebühr von 5 US Dollar für jeden Tag „overstay“ fällig.

Business Visum Kambodscha

Wer vorhat, sich länger in Kambodscha aufzuhalten, der wird sich ein Business- Visum ausstellen lassen. Dies kann man nicht vorab als E- Visa beantragen sondern muss bei der Einreise beantragt werden. Einfach dazu das entsprechende Formular ausfüllen, ein Passfoto bereithalten und 35 USD (statt 30 USD) zahlen.

Das Business- Visum ist zwar auch zunächst mal nur einen Monat gültig, kann aber um sechs oder zwölf Monate verlängert werden.

In der Regel werden bei der Beantragung des Visums am Flughafen nicht viele Fragen gestellt, aber es dauert einige Minuten, bis man das ausgestellte Visum ausgehändigt bekommt.

Dieses Business- Visum sollte man dann rechtzeitig (eine Woche vor Ablauf) durch eine Reiseagentur um 6 Monate (ca. 150 USD) oder 12 Monate (ca. 280 USD) verlängern lassen. Die Preise kommen einem erst einmal hoch vor, doch dafür sind umständliche Visa- Runs wie in Thailand hier nicht erforderlich.

Das Business- Visum verpflichtet natürlich auch nicht dazu, einem Business nachzugehen. Wer dies aber vorhat, für den ist die Eröffnung eines Guesthouse oder einer Bar (im Vergleich zu Thailand) so leicht wie Blümchenpflücken.

Man eröffnet einfach sein Etablissement. Nach ein paar Wochen wird ein Beamter der Finanzbehörde vorbeikommen und nach der Business- License (Gewerbeschein) fragen, den man natürlich noch nicht hat. Daraufhin wird er einem die nötigen Formulare aushändigen, eine Woche später wiederkommen und die ausgefüllten Papiere inclusive der Gebühr von ca. 100 USD abholen.

Einige Zeit später kommt noch einmal die Finanzbehörde und verhandelt die zu zahlende Steuer aus (die tatsächlich nicht festgeschrieben ist sondern relativ frei verhandelt wird). Das wars schon. Den ganzen Kiki, der einem in Thailand das Leben als Geschäftsmann schwer macht, gibt es hier nicht.

ACHTUNG: Die Bedingungen für die Erteilung eines Business- Visums haben sich seit Oktober 2017 und noch mal seit Februar 2018 massiv verschärft. Mehr zu den neuen Bedingungen für Langzeit- Visa findet ihr im Bericht über das Business- Visum Kambodscha.

Landeinreise nach Kambodscha

Visum Kambodscha
Königspalast Phnom Penh

Mit der Landeinreise über Poipet im Norden (auf der Strecke weiter nach Siem Reap) oder Koh Kong im Süden (weiter nach Sihanoukville) haben sich schon viele Traveller erfolgreich das Kambodscha- Fieber ausgetrieben. Um fair zu bleiben, geht vieles von den kleinen Betrügereien an der Grenze auf die Kappe der Thais, die sich gerade am Grenzübergang Aranyaprathet/Poipet eine goldene Nase an den Backpackern zu verdienen versuchen.

Das geht bis dahin, dass direkt vor der Grenze ein „kambodschanisches Konsulat“ steht (jedenfalls soll es so wirken, als wäre es ein offizielles Konsulat), in dem man angeblich sein Visum für Kambodscha kaufen müsse. Dass es sich dabei um ein ganz normales Reisebüro handelt, dass seine Dienstleistungen vollkommen überteuert anbietet, wird einem erst auf den zweiten Blick klar.

Wenn man nahe der Grenze aus dem Bus geworfen wird, sollte man sich schnell um sein Gepäck kümmern, bevor irgendein eifriger Kofferträger damit verschwindet und natürlich später ein Entgelt haben möchte. Dann einfach stur an dem ganzen Jahrmarkt von Abzockern vorbei stur Richtung Grenze marschieren. Niemand, der einen auf dem Weg zur thailändischen Grenzstation ansprechen will, hat irgendetwas zu bieten, was ihr für den Grenzübertritt unbedingt braucht. Man versucht auf dieser „Bullshit Avenue“ einfach, noch ein paar Baht aus euch heraus zu kitzeln.

Wenig verwunderlich, dass auch an den Grenzstationen selbst mitunter versucht wurde, an den ahnungslosen Backpackern mitzuverdienen. So wurde auf kambodschanischer Seite gerne für die Ausstellung des Visum eine Extra- Gebühr verlangt – eine Art Express- Gebühr. Wenn man diese verweigert hat, wurde man ans Ende der Schlange zurück geschickt. Ob dieser Zirkus im Jahr 2020 immer noch aktuell ist, weiß ich nicht, da ich seit Ewigkeiten nicht mehr über die Landgrenze nach Kambodscha eingereist bin. In Zeiten von Air Asia ist der bequeme einstündige Flug zu verführerisch, als dass ich mich noch mal für 20 Stunden in einen Bus setzen würde.

Hat man sein Visum dann schließlich erteilt bekommen, steht man in der Schlange für den Einreisestempel. Hier wird gerne behauptet, dass die Busse draußen nicht warten würden, man aber für eine kleine „Gebühr“ von 200 Baht an der Schlange vorbei geführt werden könnte. Auch das ist natürlich Unsinn und überflüssige Geldverschwendung, weil man dann nur draußen in dem leeren Bus warten muss…

Bei der Landeinreise von Laos aus gibt es übrigens kein Visum on arrival; hier muss das Visum in jedem Fall vorher besorgt werden.

Einreise und Visum Kambodscha – Fazit

Mit der Einführung des Online- Visum ist der Einreise nach Kambodscha der Schrecken genommen worden. Die Willkür insbesondere an den Landgrenzen gehört seitdem der Vergangenheit an.

Letzte Aktualisierung am 16.04.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Wer schreibt denn hier?

Kai hat sich 2015 nach Jahren des Reisens schrittweise aus Deutschland verabschiedet und lebt seitdem die meiste Zeit des Jahres in Asien. In seinem früheren Leben hat er 10 Jahre in der Arbeits- und Sozialrechtsberatung gearbeitet.



 

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