Gefahren und Ärgernisse

Man darf sich die gute Laune nicht verderben lassen und sollte auch nicht zu voreingenommen oder ängstlich auf einheimische Menschen zugehen. Aber es gibt ein paar Dinge, die anders sind als im “ordentlichen” Deutschland und die ungewohnt, zuweilen auch lästig sein können.

Betteln und Feilschen

Wer glaubt, schnorrende Punks in einer deutschen Fußgängerzone seien nervig, der dürfte sich in Indien auf einiges gefasst machen. In ärmeren Ländern gelten Weiße per se als „reich“ und die Penetranz, mit der auch flüchtenden Touristen nachgesetzt wird, ist schon beeindruckend. Will man auf seinem Weg keinen ständigen, lächelnden Begleiter mit offener Hand neben sich haben, so hilft nur die unhöflichste aller Reaktionen: Ignorieren! Wer sich auf Diskussionen einlässt oder den Bettelnden auch nur anschaut, hat verloren. Wer meint, sich freikaufen zu können und ein bisschen Kleingeld springen lässt, läuft Gefahr, direkt in ein Feilschen überzugehen.




Feilschen ist in arabischen, aber auch karibischen Ländern ein Volkssport, bei dem der Tourist immer der Verlierer ist. Ein paar Grundregeln helfen aber, den Schaden zu begrenzen:
IMMER einen Preis vor einer Dienstleistung festlegen. Egal ob Taxifahrt, Bootsfahrt auf dem Ganges oder Hotelzimmer: Immer vorher den Preis vereinbaren.

Oft wird das verlockende Angebot gemacht „You look at my work and then pay, what you want“. Dumm nur, dass sich der Andere danach nicht mehr daran erinnern kann und natürlich jedes Angebot – egal wie hoch – brüsk ablehnen und als Angriff auf die Ehre auffassen wird.

Während der Preis also vorher feststehen muss, gilt aber natürlich: bezahlt wird erst nach erbrachter Leistung. Nicht einlassen auf erforderliche Anzahlungen o.ä.

Manchmal gibt es staatlich festgelegte Preise (z.B. in vielen Ländern bei Taxis); kundig machen und darauf bestehen!

Man wird nie den Preis bekommen, den Einheimische zahlen würden. Wenn es sich ergibt, bittet