Presidio, Palace of Fine Arts

San Francisco – 10 Dinge, die ihr gesehen haben solltet, Teil 2

San Francisco gehört wohl zu den coolsten Städten der Welt. Wenn die Stadt nicht so teuer wäre, könnte man hier wochenlang Urlaub machen. Ich stelle euch in meinen zehn Tipps vor, was ihr in San Francisco unbedingt gesehen oder gemacht haben solltet. Dies sind die zweiten fünf Tipps, hier gehts zum ersten Teil des San Francisco Guides.

Nachdem die ersten fünf Tipps im Großen und Ganzen innerstädtische waren, werden wir uns nun auch ein bisschen aus San Francisco Downtown hinaus begeben.

Twin Peaks

Mir geht es so, dass ich in einer neuen Stadt gerne einen Gesamtüberblick über die Stadt habe. Die Skyline, die Silhoutte, oft haben Städten eben aus einiger Entfernung etwas ganz Charakteristisches, das man nie entdeckt, wenn man nur durch die Stadt läuft.

Der Platz, um sich einen Überblick über San Francisco zu verschaffen, ist Twin Peaks. Twin Peaks liegt südostlich des Golden Gate Parks  und der Aussichtspunkt – der Christmas Tree Point – befindet sich etwa 250 Meter über dem Meeresspiegel. Ihr gelangt über den Twin Peaks Boulevard in Serpentinen den Berg hinauf. Auf der folgenden Karte bekommt man einen ganz guten Überblick, was in San Francisco wo liegt.

Tipp: Es macht einen Unterschied, ob man eine Stadt bei Tag oder bei Nacht von oben betrachtet. Um die Magie beider An- und Ausblicke zu genießen, solltet ihr am späten Nachmittag dort hochfahren. Wählt einen Tag, an dem es nicht neblig oder diesig ist, so dass ihr wirklich den perfekten Panoramablick auf die Stadt und das Meer habt. Das klingt leichter, als es am Ende ist, denn so richtig perfektes Wetter habe ich in San Francisco wohl noch (fast) nie erlebt.

Coit Tower San Francisco

Während man von Twin Peaks einen Überblick über das große Ganze erhält, ist der Coit Tower im Nordosten der Halbinsel perfekt für den Überblick über die Innenstadt. Downtown ist der Part der Stadt, der bei diesigem Wetter aus der Ferne der Twin Peaks oft verschwimmt. Vom Coit Tower, der auf dem Telegraph Hill thront, ist die Aussicht auf den vibrierenden Teil der Stadt exklusiver.

Mit nur 64 Metern Höhe ist der Turm an sich nicht sonderlich imposant, doch steht er ja auf einem Hügel, den man auch erstmal erklimmen muss. Der Eintritt auf die Aussichtsplattform kostet 9 USD für Erwachsene, 6 USD für Jugendliche und 3 USD für Kinder. Dafür habt ihr bei blauem Himmel einen Ausblick bis nach Alcatraz und vielleicht sogar bis zur Golden Gate Bridge.

Der Coit Tower war übrigens nie etwas anderes als ein Aussichtsturm. Ich hatte aufgrund des Standorts auf dem Telegraph Hill gemutmaßt, es handele sich um einen alten Sendemast, aber weit gefehlt. Der Turm war nie zu etwas gut. Er sah einfach nur schön aus und bietet eben tolle Ausblicke.

Muir Woods National Monument

Wer dem Lärm und Staub der Stadt etwas entkommen möchte und einen Mietwagen hat, der sollte sich auf in die Muir Woods machen. Das Muir Woods National Monuments ist in Marin County und ihr müsst über die Golden Gate Bridge weiter auf dem Highway 101 fahren, um dorthin zu gelangen. Das klingt jetzt weiter als es ist. Von Downtown bis hierher sind es gerade mal 25 km und man braucht je nach Verkehr etwa 30 bis 45 Minuten.

Euch erwarten dann bis zu 80 Meter hohe Mammutbäume, die bereits mehrere hundert Jahre alt sind und – Stille. Jedenfalls, wenn ihr das Wochenende meidet und eher unter der Woche vormittags hierher fahrt. Muir Woods sind das wohl beliebteste Naherholungsgebiet der Stadtbewohner und so ist hier am Wochenende die Hölle los. Parkplätze sind dann ebenfalls Mangelware und es ist natürlich auch längst nicht so entspannend, in Herden durch die Wälder zu spazieren. Der Eintritt in den Nationalpark kostet übrigens zehn USD.

Für Nikotinsüchtige: Rauchen ist ja überall in den USA in der Öffentlichkeit weitgehend geächtet und meist auch verboten, doch hier droht euch Gewaltanwendung, wenn ihr euch eine Fluppe anzündet, weil ihr meint, dass ihr ja draußen seid. Wegen Waldbrandgefahr ist hier ABSOLUTES Rauchverbot.

Geboten werden euch hier vor allem Spazier- und Wanderwege unterschiedlicher Länge und unterschiedlichen Schweregrades. Es gibt wohl auch einen Shuttlebus, der mit drei Dollar pro Person auch recht günstig ist, doch entgeht euch mit dem Bus die nächste Sehenswürdigkeit.

Muir Woods National Monument

Golden Gate Bridge

Na, schon jemand nervös geworden, wann denn endlich das ikonische Wahrzeichen der Stadt kommt? Jeder verbindet San Francisco mit der Golden Gate Bridge, die San Francisco mit Marin County im Norden verbindet. Mit ihrer Gesamtlänge von 2737 Metern und der entscheidenden Mittelspannweite von 1280 Metern ist die 1937 fertiggestellte Golden Gate Bridge heute nur noch die vierzehntlängste Hängebrücke der Welt. Auch in den USA ist sie mit 18 Metern der Verrazzano- Narrows- Bridge in New York knapp unterlegen.

Die eigentliche Frage, über die ein fast-religiöser Streit entbrannt ist, ist die nach der besten Aussicht auf die Golden Gate Bridge. Zwar gibt es auch direkt vor der Brücke einen kleinen Parkplatz, doch ist hier der Winkel sehr spitz und der Hintergrund sehr langweilig. Es kommt also für das perfekte Foto auf den richtigen Standort an.

Nicht so ideal ist der Ausblick von Alcatraz. Tatsächlich kann man die Brücke von hier in voller Länge sehen; allerdings ist die Entfernung ziemlich groß und das Wetter fast immer schlecht. Auf der Seite der San Francisco Halbinsel gibt es zwei beliebte Aussichtspunkte auf die Brücke. Der eine ist Land’s End südwestlich der GGB und der andere, beliebtere ist im Presidio am Crissy Field Beach. Das Titelbild zu diesem Artikel ist von dort geschossen.

Reizvoll ist auch der Blick auf die Brücke von der Marin County- Seite, weil man von hier so ein bisschen was von der Skyline San Franciscos mit aufs Bild bekommt. Außerdem verleiht der Sonnenuntergang der Brücke von dieser Seite einen goldenen Glanz. Das Bild unten ist von der Marin County Seite gemacht worden.

Natürlich werdet ihr auch einmal über die Brücke fahren wollen. Auf dem Rückweg in die Stadt wird dabei eine Maut in Höhe von acht USD fällig, die aber nicht an oder auf der Brücke gezahlt werden kann sondern online beglichen wird. Dazu müsst ihr lediglich euer Kennzeichen als Verwendungszweck für die Zahlung angeben. Details dazu findet ihr auf der Website von Fas Trak. Ihr könnt natürlich auch mit eurem Mietwagenverleiher abrechnen, doch dann zahlt ihr ein Vielfaches an Gebühren, so dass dies eine schlechte Option ist.

San Francisco Golden Gate Bridge

Presidio San Francisco

Das Presidio ist das Naherholungsgebiet, in das ihr praktisch hineinfahrt, wenn ihr von den Muir Woods über die Golden Gate Bridge zurück nach San Francisco kommt. Früher war dies eine Militärbasis, die schon im 18. Jahrhundert von den Spaniern errichtet wurde. Später wurde sie von den Amerikanern übernommen und erst 1995 geschlossen.

Bis heute zeugen Gebäude noch von der militärischen Vergangenheit des Geländes, doch überwiegt inzwischen der Frezeitwert der weitläufigen Grünanlagen. Für Touristen nicht ganz unwichtig ist zudem die Lage, die perfekte Ausblicke sowohl auf die Golden Gate Bridge wie auch auf Alcatraz gewährt. Besonders Richtung Sonnenuntergang sind hier spektakuläre Bilder zu schießen. Besonders geeignet ist der Crissy Field Beach am ehemaligen Flugfeld des Militärs. Etwas weiter östlich gelangt man zum Walt Disney Family Museum. Hier geht es allerdings weniger um die Comicfiguren als um die Person Walt Disney und wenig überraschend ist man hier wenig kritisch.

Am östlichen Ende des Presidio befindet sich außerdem der Palace of Fine Arts, das letzte Überbleibsel der Weltausstellung 1915. Das imposante Gebäude kann kostenlos besucht werden. Wer es bis hierhin zu Fuß geschafft hat, könnte noch weiter bis zur Fisherman’s Wharf laufen, womit ich auf den ersten Teil dieses Artikels verweise.

Palace of Fine Arts San Francisco
Palace of Fine Arts

Hoteltipps San Francisco

Folgende Hotels in San Francisco haben meiner Meinung nach das beste Preis/Leistungsverhältnis:

  • Cole Valley Cubby*: im coolen Hippie Viertel Ashbury- Haights gelegen, nur einen Steinwurf vom Golden Gate Park. Mit Abstand das beste Preis/Leistungsverhältnis (privater Gastgeber, kein Hotelbetrieb)
  • Sunset Edwardian Bed & Breakfast at Golden Gate Park*: zwar direkt am Golden Gate Park gelegen, sonst aber ziemlich weit weg von allem. Sehr kleine Räume, dafür mit Frühstück und günstig (privater Gastgeber, kein Hotelbetrieb)
  • Chelsea Inn*: günstig und in der Lombard Street recht zentral gelegen mit vielen Bars und Restaurants (nicht weit zur Fisherman’s Wharf). Das Interieur wirkt etwas antik, aber auch das hat seinen Charme.
  • Castle Inn*:  ebenfalls sehr zentral in der Russian Hill Area, etwas moderner. Für San Francisco Verhältnisse sehr preiswert.

San Francisco – 10 Dinge, die ihr gesehen haben solltet, Teil 2 – Fazit

Das sind meine zehn Vorschläge, was ihr euch in San Francisco anschauen solltet. Schon beim Schreiben sind mir immer mehr Dinge und Orte eingefallen, die in diese Aufzählung gehören würden. China Town, das alte Hippie- Viertel Ashbury- Haight oder das Cliff House kommen einem in den Sinn. Vielleicht erweitere ich den Artikel mal auf 15 oder 20 Orte…

Wenn ihr verreist, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr mit einer Auslandskrankenversicherung ausreichend abgesichert seid. Wir stellen euch die drei beliebtesten Langzeit- Auslandskrankenversicherungen für Backpacker vor. Außerdem empfehle ich euch die Lektüre meiner aktualisierten Übersicht zu den besten kostenlosen Reisekreditkarten 2021.

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Wer schreibt denn hier?

Kai hat sich 2015 nach Jahren des Reisens schrittweise aus Deutschland verabschiedet und lebt seitdem die meiste Zeit des Jahres in Asien. In seinem früheren Leben hat er 10 Jahre in der Arbeits- und Sozialrechtsberatung gearbeitet.



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