San Francisco Golden Gate Bridge

San Francisco – 10 Dinge, die ihr gesehen haben solltet

Die USA öffnen im November ihre Grenzen für Touristen und viele werden wieder ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten reisen. Wer nicht abwarten kann und noch im Winter in die USA fliegen will, für den bietet sich San Francisco mit seinem ganzjährig milden Klima an. Empfehlungen für einen Streifzug durch die Straßen von San Francisco.

San Francisco – wo übernachten?

San Francisco liegt an der US- Westküste im wunderschönen Kalifornien, doch vor dem Paradies wartet ein 13-stündiger Flug auf euch. Metropolen wie San Francisco sind nicht günstigst was Unterkünfte angeht, aber es gibt auch dort bezahlbare Hostels. Ich bin kein echter Experte für Hotels oder Hostels, weil ich eine wohlhabende Großtante hatte, die in den 60’ern nach San Francisco ausgewandert war. So konnte ich bei meinen Aufenthalten in San Francisco mein Budget fürs Sightseeing einplanen und musste für Unterkunft nichts bezahlen.

Generell muss man allerdings für ein Bett in einem Schlafsaal mit mindestens 30 bis 40 Euro rechnen. Wenn es downtown und etwas privater sein soll, seid ihr schnell bei einem dreistelligen Betrag pro Nacht. Hier könnt ihr direkt die günstigsten Hotels in San Francisco suchen.

Hoteltipps San Francisco

Folgende Hotels in San Francisco haben meiner Meinung nach das beste Preis/Leistungsverhältnis:

  • Cole Valley Cubby*: im coolen Hippie Viertel Ashbury- Haights gelegen, nur einen Steinwurf vom Golden Gate Park. Mit Abstand das beste Preis/Leistungsverhältnis (privater Gastgeber, kein Hotelbetrieb)
  • Sunset Edwardian Bed & Breakfast at Golden Gate Park*: zwar direkt am Golden Gate Park gelegen, sonst aber ziemlich weit weg von allem. Sehr kleine Räume, dafür mit Frühstück und günstig (privater Gastgeber, kein Hotelbetrieb)
  • Chelsea Inn*: günstig und in der Lombard Street recht zentral gelegen mit vielen Bars und Restaurants (nicht weit zur Fisherman’s Wharf). Das Interieur wirkt etwas antik, aber auch das hat seinen Charme.
  • Castle Inn*:  ebenfalls sehr zentral in der Russian Hill Area, etwas moderner. Für San Francisco Verhältnisse sehr preiswert.

Zeitverschiebung Deutschland – Kalifornien

Kalifornien liegt je nach Jahreszeit acht oder (meist) neun Stunden hinter der deutschen Zeit. Zu den Unterschieden kommt es dadurch, dass deutsche Sommerzeit und Pacific Daylight Time nicht auf einander abgestimmt sind. In der Regel werdet ihr so nach einem 13-stündigen Tagflug (Direktflüge mit Lufthansa nach San Francisco) ziemlich müde in San Francisco ankommen und feststellen, dass es dort nur wenige Stunden später ist als eure Abflugzeit. Während ihr also müde am liebsten sofort ins Bett gehen wollt, ist es in San Franciso gerade erst Nachmittag.

Es ist wichtig, seinen inneren Schweinehund zu überwinden und wach zu bleiben, um euch möglichst schnell der neuen Zeit anzupassen. Ihr solltet also versuchen, wach zu bleiben und dazu empfiehlt sich ganz hervorragend ein Besuch im

Golden Gate Park San Francisco

Der Golden Gate Park ist einer der größten innerstädtischen Parks weltweit. Ensprechend beherbergt er im Grunde eine Reihe von verschiedenen Themenparks und Sehenswürdigkeiten, bietet aber auch genug Möglichkeiten, einfach zu relaxen. Der Golden Gate Park ist etwas außerhalb des Stadtzentrums und zieht sich bis zum Pazifik hin.

Wenn man die klassischen Sehenswürdigkeiten im Golden Gate Park abklappert, wird man ziemlich tief in die Tasche greifen müssen – besonders wenn man als Familie unterwegs ist. Die Eintrittspreise sind mitunter recht happig, weshalb man sich auf ein paar Highlights konzentrieren und ansonsten die Architektur und die freakigen Menschen auf sich wirken lassen sollte.

Generell befinden sich die „Sehenswürdigkeiten“ eher im Ostteil des Parks, also der dem Pazifik abgewandten Seite. Um ein paar Plätze zu nennen: Der Japanische Teegarten ist sicherlich einen Besuch wert. Es handelt sich um einen recht kleinen Garten, der im japanischen Stil angelegt ist und einen mit den vielen Statuen und dem Teehaus quasi in das 10.000 Kilometer entfernte Okinawa entführt. Der Eintritt beträgt acht Dollar für Erwachsene, sechs für Jugendliche und zwei Dollar für Kinder.

Direkt gegenüber vom Teegarten ist das De Young Museum, in dem überwiegend moderne und ethnische Kunst ausgestellt wird. Sicherlich nicht jedermanns Sache – insbesondere wenn man den Jetlag bekämpft – aber eine gute Fluchtmöglichkeit bei schlechtem Wetter. Der Eintritt kostet 15 USD für Erwachsene, Jugendliche kommen dafür frei herein.

Die California Academy of Science wirkt aufgrund des Namens erstmal abschreckend, doch ist das imposante Gebäude mit dem Regenwald ein angenehmer Ort, an dem Natur anschaulich erklärt wird. Der Preis ist mit 40 USD für Erwachsene und immer noch 30 USD für Kinder sehr hoch, doch ist die Academy in verschiedenen Pässen wie dem San Francisco CityPass enthalten. Natürlich ist dies auch eher etwas für einen ausgiebigeren Tagesbesuch.

Daneben gibt es viele Attraktionen wie die Holländische Windmühle oder die nachgebaute Golden Gate Bridge, die man sich kostenlos anschauen kann. Für den ersten Tag in Kalifornien würde ich es auch beim Schlendern durch den Park belassen und gepflegt chillen und die zeitintensiveren Sehenswürdigkeiten für einen Tagesausflug in den Golden Gate Park aufheben.

Alcatraz

Wenn ihr den Jetlag überstanden habt, ist es Zeit sich in das touristische Getümmel zu stürzen. Ich selber vermeide touristisch überfüllte Plätze zwar so gut es geht, aber manche Dinge muss man einfach gesehen haben. In diese Kategorie gehört sicherlich das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz, das auf einer kleinen Insel vor der Küste San Franciscos thront.

Alcatraz war von 1934 bis 1963 das wohl am besten gesicherte Gefängnis der USA. Der Mythos vom ausbruchssicheren „The Rock“ hielt sich über Jahrzehnte. In den 29 Jahren als Staatsgefängnis nahmen an 14 Fluchtversuchen insgesamt 34 Häftlinge teil. 25 wurden lebend gefasst, sechs auf der Flucht erschossen und die restlichen Gefangenen vermutlich im kalten Wasser ertrunken. Kleine Anekdote: Alcatraz hatte als einziges US- Gefängnis warme Duschen. Nicht um es den Gefangenen in der unwirtlichen Umgebung in kleinen Zellen angenehmer zu machen sondern um zu verhindern, dass sie sich für einen Fluchtversuch an das kalte Wasser gewöhnen könnten.

1962 gelang drei Gefangenen schließlich die später auch mit Clint Eastwood verfilmte „Flucht von Alcatraz“, doch tauchten die Häftlinge nie wieder auf. Jahrzehnte ging man davon aus, dass die Leichen durch die Strömung ins offene Meer getrieben wurden, bis 2013 ein Brief von John Anglin, einem der Flüchtlinge, bei der Polizei von San Francisco einging. In dem Brief, der nicht zweifelsfrei als authentisch gelten kann, erklärte Anglin, seine Mitflüchtlinge seien 2005 und 2008 gestorben und er leide unheilbar an Krebs. 2015 tauchte ein Foto auf, das die geflüchteten Anglin Brüder 1975 auf einer brasilianischen Farm zeigt. Mithilfe später entwickelter Gesichtserkennungssoftware wurde das Bild schließlich als authentisch eingestuft.

Der Eintritt kostet 49 USD für Erwachsene und 33 USD für Kinder für einen Tagespass inklusive der Fähre. Natürlich kann man Alcatraz auch als Teil einer größeren Tour buchen, bei denen dann noch weitere Sehenswürdigkeiten enthalten sind. Ich für meinen Teil erkunde Städte aber lieber individuell.

Alcatraz, San Fracisco
Alcatraz

Fisherman’s Wharf

Fisherman’s Wharf lässt sich natürlich exzellent mit einem Besuch auf Alcatraz kombinieren. Es handelt sich um das Hafenviertel im Norden der Stadt, wo man einen traumhaften Ausblick auf die Bay hat. Entsprechend hat sich Fisherman’s Wharf im Laufe der Jahrzehnte zum Touristenmagneten gemausert.

Zentrum der Fisherman’s Wharf ist der Pier 39, angeblich der am zweithäufigsten besuchte Ort Kaliforniens. Im Grunde ist der Pier 39 eine riesige Touristenabzockmaschine. Ramschläden und Buden – alles aus Holz gebaut – bieten alle möglichen Souvenirs und Restaurants und Essensstände locken mit Fischgerichten. Ich würde hier niemals in die Verlegenheit kommen, die Kreditkarte glühen zu lassen, aber sich einen Nachmittag von der Atmosphäre bezaubern lassen, kann man schon mal machen. Die heimlichen Stars am Pier 39 sind allerdings die Seelöwen, die man hier zu Dutzenden in der Sonne dösen sehen kann.

Mit dem Cable Car nach Downtown San Francisco

Fisherman’s Wharf ist praktischerweise an das Cable Car System angeschlossen und so kommt ihr mit der nächsten typischen Attraktion von hier nach Downtown. Die Cable Cars sind Teil einer der letzten Kabelstraßenbahnen der Welt. Sie werden durch unterirdisch verlegte Seile betrieben, die die Wagen die steilen Straßen von San Francisco hinaufziehen. Dies war gerade Ende des 19. Jahrhunderts ein klarer Vorteil gegenüber den aufkommenden elektischen Straßenbahnen, die noch nicht die Power hatten, Berge hochzufahren. Dies änderte sich freilich im Laufe der Jahre und so begann der Abstieg der Cable Cars, die nach dem verheerenden Erdbeben von 1906 beinahe gar nicht wieder aufgebaut worden wären.

Heute sind noch drei Linien der Kabelstraßenbahnen in Betrieb. Die mit Abstand populärste ist die „Touristenlinie“, die Powell- Hyde- Linie 60, die vom östlichen Ende der Fisherman’s Wharf in die Powell Street führt. Oft stehen die Touristen dort stundenlang an, um die 30minütige Strecke in die Innenstadt mit einem der ikonischen Cable Cars zu absolvieren.

Große Vorsicht ist übrigens beim Ein- und Aussteigen nötig, denn die Cable Cars können nur auf ebenen Flächen anhalten. In einer hügeligen Stadt wie San Francisco ist das in der Regel nur die Mitte der Kreuzung. Das ist natürlich in einer Großstadt so ziemlich der ungünstigste Platz zum Aussteigen.

Die Powell- Hyde- Linie 60 deckt einige touristische Spots wie den Union Square, das Cable Car Museum oder die Lombard Street ab. Leider kann man nicht Ein- und Aussteigen, wie man möchte, sondern müsste dann jedes Mal neu bezahlen. Das würde schnell ins Geld gehen, denn die Fahrt ist mit 7 USD pro Person (egal ob Erwachsener oder Kind) nicht billig. Alternativ kann man Tagestickets für 22 USD kaufen (33 USD für zwei Tage, 43 USD für 7 Tage). Auch im San Francisco City Pass sind drei Tage Fahrt mit Cable Cars und Muni Bussen enthalten.

Cable Car San Francisco

Lombard Street San Francisco

Die Lombard Street ist eine der wichtigsten Verkehrsstraßen San Franciscos. Sie verläuft im Norden der Stadt horizontal vom Presidio bis zum Telegraph Hill. Den Touristen bekannt ist aber in der Regel nur ein knapp 150 Meter langes Teilstück am Russian Hill. Hier beträgt die Steigung mächtige 27 Prozent, so dass es quasi unmöglich ist, die Straße einfach gerade verlaufen zu lassen. So schlängelt sich die Lombard Street hier über acht Serpentinen den Berg hinunter. Dieser Straßenabschnitt gehört vermutlich zu den meistfotografierten Straßen der Welt.

In einer Stadt, in der man sehr viel Geld für Eintrittgelder an Sehenswürdigkeiten ausgeben kann, ist eine gänzlich kostenlose Sehenswürdigkeit eine erfrischende Abwechslung. Ich bin die Straße selbst einmal vollkommen unabsichtlich mit dem Mietwagen hinunter gefahren, weil die Lombard Street weiter westlich in den US Highway 101 mündet, über den wir aus Pacific Grove zurückgekehrt waren.

Lombard Street San Francisco

San Francisco – 10 Dinge, die ihr gesehen haben solltet – Fazit

Dies waren nun die ersten fünf Dinge, die ihr in San Francisco gesehen haben solltet. Da der Artikel bereits länger als gedacht geworden ist, werden die nächsten Fünf in einem weiteren Artikel vorgestellt. (San Francisco – 10 Dinge, die ihr gesehen haben solltet, Teil 2)

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Wer schreibt denn hier?

Kai hat sich 2015 nach Jahren des Reisens schrittweise aus Deutschland verabschiedet und lebt seitdem die meiste Zeit des Jahres in Asien. In seinem früheren Leben hat er 10 Jahre in der Arbeits- und Sozialrechtsberatung gearbeitet.



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