In Europa wird es nach einem offenen Sommer nun wieder schwieriger zu reisen, in der Karibik werden dagegen viele Inseln nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Aussichten für den Winterurlaub.

Während Asien, Down under und Nordamerika unverändert für Touristen geschlossen bleiben, sind in den letzten Wochen viele Urlaubsziele in der Karibik von der Liste der Risikogebiete des Robert- Koch- Instituts gestrichen worden. Gleichzeitig wird es in Europa wieder ungemütlicher: In immer mehr Regionen innerhalb der Europäischen Union steigen die Corona- Fallzahlen wieder stark an und entsprechend werden für immer mehr Regionen auch Reisewarnungen ausgesprochen, die für Reisende, die von dort zurückkehren, die unangenehme Konsequenz haben, dass eine 14- tägige Quarantäne droht.

Neue Reisewarnungen innerhalb der EU

Nachdem vor Reisen nach Spanien schon länger komplett gewarnt wird (obwohl die Corona- Fallzahlen z.B. auf einigen Kanarischen Inseln wie Lanzarote niedrig sind), sind in den vergangenen Wochen viele typische Reiseziele auf die Liste der Reisewarnungen gekommen. So wird nun vor Reisen in die portugiesische Hauptstadt Lissabon gewarnt, was umso bedenklicher ist als Portugal bisher sehr gut durch die Covid- Pandemie gekommen war. Auch Frankreich ist inzwischen bis auf die grenznahe Region Grande Est fast vollständig Risikogebiet.

Ende September sind nun mit Belgien und dem ebenfalls lange beinahe virusfreiem Island zwei komplette Länder zu Risikogebieten erklärt worden. Dazu kommen mit Wales und Nordirland zwei Provinzen des Vereinigten Königreichs und erstmals auch wieder Regionen im Baltikum (in Estland und Litauen) sowie weitere Regionen in Slowenien, Ungarn und Rumänien. Zuvor war schon ganz Tschechien als Risikogebiet ausgewiesen. Insgesamt gibt sind nun in 17 Ländern der EU Risikogebiete ausgewiesen.

Mit der Schweizer Region Fribourg sowie den kroatischen Urlaubsorten Zadar und Sibenik-Knin wurden dagegen nur drei Gebiete wegen Rückgangs der Infektionen von der Liste gestrichen.

Gänzlich ohne Risikogebiete sind unter den beliebten Urlaubsdestinationen vor allem Griechenland, Italien, Zypern und Malta. Auch das benachbarte Polen ist das einzige von neun Nachbarländern Deutschlands gänzlich ohne Risikogebiete.

Zum Risikogebiet werden Gegenden erklärt, die in den vergangenen sieben Tagen 50 oder mehr Corona- Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gemeldet haben. Die Reisewarnung ist kein Reiseverbot; allerdings müssen Reiserückkehrer aus Gegenden mit Reisewarnung eine obligatorische 14- tägige Quarantäne bei Rückkehr absolvieren.

Weniger Risikogebiete in der Karibik

Während in Europa also offenbar mit Herbstbeginn die Probleme des Frühjahrs zurückzukehren scheinen, deutet sich möglicherweise der Ausweg für einen urlaubslosen deutschen Winter in einer der schönsten Gegenden der Welt an: Viele Inseln in der Karibik sind in den vergangenen Wochen von der Liste der Risikogebiete gestrichen werden.

Bei wem also das Fernweh die Angst vor einer Corona- Ansteckung übersteigt, der könnte in den Inseln der Kleinen und Großen Antillen den Ausweg für die kommende Winterurlaubs- Saison gefunden haben. Folgende karibische Inseln sind von der Liste der Risikogebiete gestrichen und haben auch die Grenzen für internationale Besucher geöffnet:

  • Antigua und Barbuda
  • Barbados
  • Dominica
  • St Lucia
  • St Vincent & the Grenadines

Ferner sind auch Grenda, St Kitts & Nevis sowie Kuba keine Risikogebiete mehr. Hier sind die Grenzen aber weiterhin geschlossen, so dass Urlaub dort jedenfalls zur Zeit noch nicht möglich ist. Offen sind dagegen die Grenzen der Dominikanischen Republik, die allerdings auch nach Auslaufen der generellen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes zum 30.09.2020 weiterhin auf der Liste der Risikogebiete steht.

Dass die Lage weltweit immer noch sehr fragil ist, zeigt die Neueinstufung anderer karibischer Inseln als Risikogebiet. Dies betrifft z.B. Sint Marten, Aruba, Guadeloupe oder Französisch Guyana.

Reisewarnungen für Asien

Reisewarnungen werden vom Auswärtigen Amt auch für Länder ausgesprochen, die zwar ein niedriges Infektionsgeschehen aufweisen, aber sehr restriktive Einreise- Regeln bzw. die Grenzen für touristische Reisen weiter geschlossen haben. Dies trifft für einen Großteil der beliebten Winterdestinationen in Südostasien zu.

So sind die Infektionszahlen in Thailand gering, doch gibt es für normale Touristen praktisch keine Möglichkeit, nach Thailand einzureisen und es wird damit gerechnet, dass sich das auch bis weit ins nächste Jahr nicht grundsätzlich ändern wird.

Auch Sri Lanka ist kürzlich von der Liste der Risikogebiete gestrichen worden, doch auch hier ist nicht absehbar, wann eine Einreise dort wieder möglich sein wird. Die Seychellen haben ihre Grenzen für Touristen schon im Sommer wieder geöffnet und sind nun auch von der RKI- Liste gestrichen worden.

Wer verreisen will, dem empfehle ich den Download der „Sicher reisen“- App des Auswärtigen Amtes mit allen Reisehinweisen für alle Länder. Man kann hier auch einen Alert für einzelne Länder einstellen, so dass man informiert wird, sobald sich die Lage für das eigene Reiseziel ändert.

Neue Risikogebiete in Europa, Enspannung in der Karibik – Fazit

Reisen im kommenden Winter wird noch ein quälend anstrengendes Unterfangen werden und mit einer echten Öffnung der meisten Länder ist erst zur rechnen, wenn es eine wirksame Impfung gegen das Coronavirus geben wird.

Wenn ihr verreist, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr mit einer Auslandskrankenversicherung ausreichend abgesichert seid. Wir stellen euch die drei beliebtesten Langzeit- Auslandskrankenversicherungen für Backpacker vor. Außerdem empfehle ich euch die Lektüre meiner aktualisierten Übersicht zu den besten kostenlosen Reisekreditkarten 2020.

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Wer schreibt denn hier?

Kai hat sich 2015 nach Jahren des Reisens schrittweise aus Deutschland verabschiedet und lebt seitdem die meiste Zeit des Jahres in Asien. In seinem früheren Leben hat er 10 Jahre in der Arbeits- und Sozialrechtsberatung gearbeitet.



Von Kai

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