Airline- Check: Singapore Airlines

Singapore Airlines ist seit Jahren immer ganz weit vorne mit dabei, wenn es um die Frage geht, welche die beste Airline der Welt ist. Als eine von nur elf weltweit von Skytrax mit fünf Sternen ausgezeichnete Airline setzt Singapore Airlines in Komfort und Onboard- Service Maßstäbe, auch wenn selbst hier nicht jeder Gast vollends zufrieden gestellt werden kann, wie ich auf meinen Challenge- Flügen Anfang Januar 2019 feststellen durfte.

Singapore Airline ist nicht nur eine sehr gute Fluggesellschaft sondern bietet innerhalb der Star Alliance auch noch den schnellsten Weg zum Star Alliance Gold Status- jedenfalls wenn man Inhaber der American Express Platin ist. Dann kann man nämlich über einen Status- Match mit der asiatischen Luxus- Hotelkette Shangri La mit nur drei Flugsegmenten mit Singapore den Gold Status für ein Jahr erfliegen. Das habe ich gemacht und bin von Bangkok über Singapur nach Kuala Lumpur und zurück geflogen.

Mehr zu der Status- Challenge von Singapore Airlines.

Singapore Airlines A330-300: Bestuhlung und Service

Zunächst war ich positiv überrascht, dass auf der vergleichsweise kurzen Strecke von Bangkok nach Singapur kein Flugzeug aus der A 320’er Reihe eingesetzt wurde sondern mit einer A 330-300 ein Langstreckenflieger. Der A330 kommt meist mit der sympathischen 2-4-2- Bestuhlung daher und verfügt über ein Entertainment- System am Platz. Die Sitze sind für Economy- Stühle  bequem und verfügen mit 81 cm Sitzabstand über ausreichend Beinfreiheit, so dass ich mir vorstellen kann, in diesem Flugzeug auch längere Strecken zurück zu legen.

Das Personal ist freundlich und spricht sehr gut Englisch. Wie es sich für eine Premium Airline gehört, gab es auch auf der kurzen Strecke von Bangkok nach Singapur ein warmes Essen, das ich allerdings fast verpasst hätte, weil in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar ein fieser Tropensturm über Südthailand hinwegfegte und wir mitten durch mussten. Das erste Mal seit vielen Jahren, dass bei einem meiner Flüge der Service eingestellt wurde und die Crew sich anschnallen musste.

Singapore Airlines

Als wir das überstanden hatten, wurde der Service kurz vor der Landung noch zuende gebracht. Allerdings gab es für mich, der ich als einer der letzten bedient wurde, leider nur noch das Fischgericht, das ungenießbar war. Nach drei Stunden in Bangkok in der Lounge und der Aussicht auf 6 weitere Stunden Loungehopping in Singapur war mir das Essen aber herzlich egal.

Auch das wegen des Sturms nicht nur das Flugzeug sondern auch der Flugplan etwas durcheinander geschüttelt wurde und wir mit 30 Minuten Verspätung gelandet sind, hatte auf mein Wohlbefinden keinen negativen Einfluss, da ich, wie gesagt, die Nacht am Flughafen Changi in den verschiedenen Lounges verbringen durfte und mein Anschlussflug erst um 6 Uhr morgens ging.

Der tolle Flieger, der Service, Freigepäck und die Freundlichkeit sind schon eine andere Liga als Air Asia, aber jeder muss natürlich selbst wissen, ob einem das der deutliche Aufpreis im Vergleich zu einem regionalen Billigflieger wert ist. Auf der Kurzstrecke, wo mir Service und Beinfreiheit normalerweise egal sind, würde ich mich meistens für die billigere Variante entscheiden. Auf der Langstrecke wird der Klassenunterschied aber natürlich deutlich.

Silk Air

Die knappe Stunde nach Kuala Lumpur ging es dann mit der Konzerntochter Silk Air in einer 737-800 weiter (keine 737-800 MAX, wenn ich mich recht erinnere…). Das in Orange gehaltene Interieur wirkte ein bisschen psychedelisch auf mich und der Sitzabstand war in der 3-3 Bestuhlung gefühlt auch etwas geringer, aber für 50 Minuten kann man auch in einer Hühnerkiste fliegen.

Was schon ein bisschen unheimlich war, war die Tatsache, dass außer mir vielleicht noch fünf bis zehn andere Passagiere an Bord waren. Ich hätte vermutet, dass ein Flugzeug zwischen zwei Metropolen wie Singapur und KL morgens um 6 Uhr vollgepackt mit Business- Leuten sein würde, aber mindestens dieser Flug war hoch defizitär.

Entsprechend schnell und fürsorglich war der Service, der jedem Passagier gleich mal zwei der abgepackten Schnittchen und O-Saft- Becher in die Hand drückte. Die Aussicht auf Rührei mit knusprigem Bacon in der Lounge in KLIA hat mich hier dankbar verzichten lassen, so dass ich zu der Qualität des Essens bei Silk Air nichts sagen kann.

Fazit

Wer mit Singapore Airlines vielleicht sogar zu einem Promo- Preis fliegen kann, macht kaum etwas verkehrt. In Service und Freundlichkeit sind viele asiatische und auch arabische Airlines den Europäern um Meilen voraus. Singapore bietet oft Specials für Flüge von Europa nach Australien oder Neuseeland an.

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