Weltreise- Versicherungen

Bei einer längeren Weltreise sind andere Versicherungen erforderlich als bei einem dreiwöchigen Urlaub, weil man auf einer Langzeitreise natürlich anderen Risiken ausgesetzt ist. Hier ein paar Anmerkungen zu den gängigsten Formen der Absicherung.

Auslandskrankenversicherung

Während eine herkömmliche Auslandskrankenversicherung für den Durchschnittsurlaub schon für wenige Euro im Jahr zu bekommen ist, muss man für eine Langzeit- Auslandskrankenversicherung deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Tarife unterscheiden sich unter anderem nach Alter des Versicherten, Dauer der Reise und ob man die USA/Kanada bereisen möchte oder nicht. Letzteres ist den hohen Behandlungskosten in Nordamerika geschuldet.

Erforderlich ist die Auslandskrankenversicherung, weil die gesetzliche Krankenversicherung im außereuropäischen Ausland keine (oder fast keine) Leistungen erbringt. Ohne entsprechende Langzeit- Auslandskrankenversicherung kann der medizinische Notfall dann schnell zum finanziellen Ruin führen.

Neben dem Alltagsrisiko, das im Ausland natürlich genau so existiert wie daheim, wird man auf Weltreisen mit dem Risiko von Tropenkrankheiten wie Malaria konfrontiert sein. Deshalb ist jedem davon abzuraten, hier an der falschen Stelle zu sparen und auf die Langzeit- Auslandskrankenversicherung zu verzichten und darauf zu hoffen, dass man-wenn überhaupt- in den ersten sechs Wochen krank wird, in denen die normale Auslandskrankenversicherung nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs auch leisten muss, wenn die Reise insgesamt länger als sechs Wochen dauern soll.

Kleiner Tipp: Hat man neben einer Langzeit- Auslandskrankenversicherung, die manchmal mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen wird, um Kosten zu sparen, auch noch eine normale Reise- Auslandskrankenversicherung, die es oft z. B. bei einer Kreditkarte gratis mit dazu gibt, so sollte man bei einem Schadensfall in den ersten sechs Wochen eines Urlaubs prüfen, ob eine der beiden Versicherungen keine Selbstbeteiligung hat und dann den Schaden hierüber regulieren.

Für Menschen unter 60 Jahren muss man für eine einjährige Reise mit mindestens einem bis ungefähr drei Euro pro Tag rechnen, so dass sich die Kosten also auf bis zu eintausend Euro summieren können. Achten sollte man darauf, dass möglichst keine Selbstbeteiligung vereinbart wird und dass bei vorzeitigem Reiseende zu viel gezahlte Beträge erstattet werden. Zudem stecken die Unterschiede zwischen den Anbietern oft im Detail. Einen Krankenrücktransport tragen zwar die meisten Versicherungen, aber während viele Anbieter diesen nur bei medizinischer Notwendigkeit bezahlen, gibt es andere, die die Kosten schon übernehmen, wenn es medizinisch sinnvoll ist.

Bei der Vielzahl von Tarifen ist es absolut erforderlich, Preise und Leistungen im Internet nach den eigenen Erfordernissen zu vergleichen. Auch die Stiftung Warentest testet immer mal wieder die Anbieter von Langzeit- Auslandskrankenversicherungen. Laut Stiftung Warentest ist man mit der Langzeit- Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur bestens abgesichert.

Achtung: Es gibt bei der Hanse- Merkur eine Vielzahl von Reiseversicherungen mit unterschiedlichen Preisen und Konditionen. Der Tarif, der für Weltreisende interessant ist, ist der so genannte RK365, der mit aktuell 1,15 Euro pro Tag auch immer noch sehr günstig ist. Dazu müsst Ihr auf der Webseite der Hanse- Merkur in der Navigation auf „Langzeit- Auslandsaufenthalt“ gehen. Ansonsten landet ihr bei teureren touristischen Produkten.

Diese Langzeit- AKV der Hanse- Merkur gilt anders als die derzeit sehr beliebte Versicherung der Travelsecure auch für beruflich motivierte Auslandsaufenthalte. Dies kann wichtig sein, wenn ihr bei eurer Gesetzlichen Krankenversicherung in die Anwartschaft wechseln wollt, weil diese streng genommen nur bei beruflichen Auslansaufenthalten abgeschlossen werden kann. Wenn ihr dann eine Urlaubsversicherung der Travelsecure als Nachweis bei der GKV einreicht, könnte das zu Problemen führen.

Und damit ihr auch beim richtigen Produkt landet, geht ihr am besten über folgenden Link. Ich habe dort im August 2015 meine eigene Versicherung abgeschlossen und der Buchungsvorgang hat keine fünf Minuten gedauert.

Mit der Langzeit Reisekrankenversicherung der HanseMerkur kann nichts mehr schief gehen!


Im letzten Test der Stiftung Warentest 06/2015 hat die Auslands- Krankenversicherung der Travel Secure auch sehr gute Noten bekommen. Auch hier gibt es die Versicherung (ohne USA/Kanada) für 1,10 Euro pro Tag.

Mit der Travelsecure Langzeit- Auslandskrankenversicherung ist man auf Urlaubsreisen bis 365 Tage Dauer ohne Selbstbehalt abgesichert. Die Versicherung muss vor Reiseantritt abgeschlossen werden und der Tarif wird taggenau berechnet. Bei vorzeitiger Rückreise bekommt man die zu viel gezahlten Prämien zudem erstattet.

Wenn man nicht beruflich verreist und keinen Nachweis für seine GKV benötigt, ist die Travelsecure ein absolut konkurrenzfähiges Produkt

Am besten gleich hier zum Tarifrechner der Travelsecure und gleich online abschließen.

Da sowohl die Langzeit- Auslandskrankenversicherung der Hanse- Merkur als auch die Travelsecure der Würzburger Versicherung zu viel gezahlte Beiträge bei vorzeitiger Beendigung der Reise zurückzahlen, sollte man immer den Versicherungsschutz für das ganze Jahr buchen, auch wenn man nur z.B. neun Monate unterwegs ist.

Wenn man nämlich am Ende der Reise ernsthaft krank wird und dann im Krankenhaus behandelt werden muss, wenn die Auslandskrankenversicherung ausläuft, steht man möglicherweise dumm da.

 

Reiserücktritts- und Reiseabbruchsversicherung

Aufgrund der hohen Kosten für ein Round the world- Ticket empfiehlt sich auch der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, die wegen der Dauer der Reise unbedingt auch Leistung bei erforderlichem Reiseabbruch einschließen sollte.

Grundsätzlich sind die meisten Reiserücktrittsversicherungen auf Pauschalurlaube zugeschnitten, bei denen die entstandenen Kosten klar definiert sind und der Restwert einer Reise bei Abbruch entsprechend leicht zu berechnen ist. Bei einer individuellen Reise, bei denen man sich die Komponenten Transport, Unterkunft und Verpflegung selbst zusammenstellt, ist das naturgemäß schwieriger. In der Regel wird man auf einer Weltreise daher nur das Flugticket versichern.

Die Versicherungen leisten nur, wenn die Reise aus einem schwerwiegenden Grund nicht angetreten werden kann oder abgebrochen werden muss. Schwerwiegende Gründe sind dabei schwere Erkrankung der versicherten Person oder eines engen Familienangehörigen. Die Leistungen sind üblicherweise ausgeschlossen, wenn die Erkrankung bekannt war und man in den letzten sechs Monaten vor der Reise (aber nach Vertragsabschluss) deswegen bereits behandelt wurde. Wer also nach einem Herzinfarkt noch schnell versucht, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, wird mutmaßlich Probleme bekommen. Bei Nichtantritt übernimmt die Versicherung die Stornokosten, bei Reiseabbruch i.d.R. den Restwert sowie die zusätzlichen Kosten durch Flugumbuchungen etc.

Die Kosten einer Reiserücktrittsversicherung richten sich nach den Kosten der versicherten Reise. Bei manchen Kreditkarten sind übrigens Reiseversicherungspakete inclusive, die im Schadensfall leisten, wenn die Reise mit der Kreditkarte bezahlt wurde.

Es ist dringend zu empfehlen, sich die Versicherungsbedingungen vor Vertragsabschluss genau anzuschauen und auch nachzufragen, welche Leistungen die Versicherung in dem konkreten Fall einer langen individuellen Weltreise erbringt.

Interessant kann in diesem Fall übrigens auch die ADAC Plus- Mitgliedschaft sein (siehe unten).

Reisegepäckversicherung

Zu den „Dingen, die die Welt nicht braucht“ gehört eher die Reisegepäckversicherung. Während eines Fluges ist das Gepäck durch die Fluggesellschaft versichert, während eines Hotelaufenthaltes ist das Gepäck oft durch eine private Hausratversicherung mit abgedeckt – und wenn einem das Gepäck gestohlen wird, sagt die Versicherung, man habe seiner Sorgfaltspflicht nicht genügt und verweigert die Zahlung…

Zudem ist die Liste der nicht mitversicherten Gegenstände meist so umfassend, dass alles Wertvolle ebenso wenig ersetzt wird wie Dinge, die aus einem unbeaufsichtigt abgestellten Fahrzeug gestohlen werden. Kurzum: Jeder muss selbst entscheiden, ob er für eine solche Versicherung Geld bezahlen will.

Erweiterte Kfz- Haftpflichtversicherung („Mallorca- Police“)

Wer sich auf Reisen dann und wann einen Mietwagen nehmen will, für den ist die Mallorca- Police wichtig. Haftpflichtversicherungen sind im Ausland zwar meist obligatorisch, aber die gesetzlich festgeschriebenen Deckungssummen variieren von Land zu Land doch erheblich und decken im Ernstfall nicht alle Schäden ab. So beträgt die Versicherungssumme für Personenschäden in der Türkei beispielsweise nur 84.175 Euro.

Die Mallorca- Police erweitert die Haftpflichtversicherung auf die in Deutschland vorgesehenen Haftungsgrenzen von 2,5 Mio Euro bei Personenschäden und 500.000 Euro Sachschaden pro Unfall.

Da die Mallorca- Police bei einigen Versicherern nur im innereuropäischen Ausland gilt, sollte man nach der Traveller- Police fragen, die auch im außereuropäischen Ausland gilt.

Schon ADAC Plus- Mitglied?

Generell rate ich jedem, bei längerem Auslandsaufenthalt alle Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden auf ihre Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Eine Mitgliedschaft, die ich aber in jedem Fall beibehalte, ist die im ADAC – und zwar als „Plus- Mitglied“.

Zum einen bietet der ADAC über seine Partnerverbände weltweit die gleichen „fahrzeuggebundenen“ Leistungen wie daheim. Viel wichtiger sind aber die Leistungen, die für Plus- Mitglieder weltweit dazu kommen, wie z.B. Krankenrücktransport (nicht nur bei Auto- Unfall), Kosten für Krankenbesuche von nahen Angehörigen, Hilfe bei Verlust von Dokumenten wie Pass oder Ausweis, Erstattung von außerplanmäßigen Heimreisekosten, finanzielle Hilfe in besonderen Notfällen u.v.m.

Damit ergänzt bzw. ersetzt die ADAC Plus- Mitgliedschaft einige der o.g. Versicherungen sinnvoll. So erstattet der ADAC beim Tod naher Angehöriger oder bei anderen wichtigen Ereignissen (Einbruch in der eigenen Wohnung z.B.) zwar anders als eine Reiseabbruch- Versicherung nur die Flugkosten, aber wie oben schon ausgeführt, ist das ja für einen Weltreisenden die Hauptsache.

Mehr Infos zu den Leistungen gibt es hier.


15 responses on “Weltreise- Versicherungen

  1. Martin Rienesl

    Kleiner Hinweis zu den Versicherungen: Die Travel Secure hat mitnerweile über 300% aufgeschlagen und liegt mitnerweile bei 3,30€ (ohne Amerika). Wenn man bis 1 Jahr unterwechs sein will, sollte man bei seiner eigenen Krankenversicherung nachfragen, da gibt es super Angebote die da vermittelt werden (bei der TK 0,80€ pro Tag ohne Amerika). Ein Pferdefuß ist auch immer, daß die Versicherung _VOR_ Reiseantritt abgeschlossen werden muß. Wenn man nun aber unterwechs ist und länger bleiben will, ohne „mal eben schnell“ in Deutschland vorbeischauen zu müssen, gibt es auch die Reseversicherungen des Lonely Planet. Nicht ganz so billig wie früher, aber unterwechs aus abschließbar und optional auch mit Absicherung bei Jobs (Work&Travel ist bei den Meisten ausgeschlossen!)

  2. chagruber@gmx.de

    Hi, ne, stimmt nicht. Travel Secure gerade gebucht, kostet derzeit 1,10 Euro pro Tag (ohne USA u. Kanada). LG, Stina

  3. KaiKai Post author

    Richtig, Travelsecure kostet auch weiterhin 1,10 Euro pro Tag ohne USA/Kanada und ist weiterhin für Urlaubsreisen bestens geeignet.
    Die von Martin oben angesprochene Auslandskrankenversicherung der TK ist nicht von der TK sondern vom privaten Anbieter Envivas. Die günstigen Tarife gelten allerdings nur für Mitglieder der TK, sind also für 90% der Bevölkerung uninteressant. Für mich hat der Tarifrechner auch nicht 0,80 sondern 0,89 Euro ausgespuckt- wenn ich denn TK- Mitglied wäre, was ich nicht bin.
    Übrigens hat die Envivas bei Stiftung Warentest nie besser abgeschnitten als 2,5, während z.B. die HanseMerkur, soweit ich weiß, nie schlechter bewertet wurde als 1,2.
    Es kommt eben mitunter sehr aufs Detail an und gar nicht so sehr auf den Tagespreis.
    LG Kai

  4. Patrick

    Hallo zusammen,

    ich habe vor 10 – 12 Monate Sabbatical im nicht EU-Ausland (diverse Länder) zu machen. Ich erhalte in dieser Zeit weiterhin Gehalt von meinem Arbeitgeber. Muss ich in dieser Zeit weiterhin meine Beiträge zur gesetzlichen KK zahlen oder kann ich mich für die Reisezeit befreien lassen?

    Vielen Dank im Voraus,
    Patrick

  5. Franzi

    Hallo Kai,

    mein Plan ist es, ca 5 Monate in Kanada & USA zu verbringen, danach weitere 7 Monate in Zentral- & Südamerika, sowie Australien.

    Wenn ich die Langzeit Auslandskrankenversicherung (RK 365) inkl. USA & Kanada wähle, zahle ich den teuren Tarif für die restlichen 7 Montate, meines Auslandsjahres, obwohl ich den Schutz in diesem Zeitraumnicht brauche….

    Gibt es ein Möglichkeit, dass zu umgehen? Oder bleibt mir nur die Wahl, zwei unterschiedliche Versicherungen abzuschließen, dann wird es aber wieder teurer oder?

    Tausend Dank, für dein Feedback

    LG

    Franzi

    1. KaiKai Post author

      Hi Franzi,
      in dem Moment, wo du USA/Kanada in deinem Plan hast, wirst du nicht umhin kommen, den teuren Tarif zu wählen. Modelle a la 5 Monate diese Versicherung und für den Rest eine günstigere Versicherung werden in den Allgemeinen Vertragsbedingungen der meisten Anbieter ausgeschlossen. Versicherungen müssen also immer ab Abflugdatum abgeschlossen werden.
      LG Kai

  6. San

    Hallo,

    Ich befasse mich gerade mit dem Thema Auslandsreisekrankenversicherung fuer Backpacker.
    Ich plane eine Weltreise (dauer noch unbekannt) und moechte mich bei der Gemeinde abmelden und nur eine Postadresse hinterlegen.
    Kann ich dann noch eine Auslandsreisekrankenversicherung abschliessen?
    Ich meinte bei der HanseMerkur gelesen zu haben, dass man in Deutschland gemeldet sein muss.

    Liebe Gruesse
    San

    1. KaiKai Post author

      Hi,
      es hat zwar ein paar Tage gedauert, aber die HM antwortet auf Fragen…;-)
      Hier die Antwort auf die Frage nach Versicherung und Wohnsitz:

      In Abänderung der §§ 1 und 2 der [AVB-RK365] sind auch die Personen versicherungsfähig, die lediglich zum Zeitpunkt der Antragstellung den Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und diesen für die Dauer ihres vorübergehenden Auslandsaufenthaltes beim Einwohnermeldeamt abmelden. Die weiteren, den Wohnsitz nicht betreffenden Regelungen zur Versicherungsfähigkeit (§1) und zur Beendigung des Versicherungsvertrages (§ 2), bleiben unverändert bestehen.

      Das heißt also, dass man lediglich zum Vertragsabschluss in Deutschland gemeldet sein muss. Alles andere würde auch keinen Sinn ergeben. Die bieten Versicherungen mit einer Dauer bis 5 Jahren an; wer aus der Zielgruppe ist denn bitte schön die ganze Zeit in Deutschland gemeldet?
      LG Kai

  7. Eva

    Wie sieht folgender Fall aus: Abmeldung in Deutschland, Reisen in Südamerika, dann ein Monat Spanien, Urlaub in Deutschland und danach Reisen in Asien, insgesammt bin ich etwa 9 Monate unterwegs und erkundige mich nun nach Auslandsversicherungen. Wisst ihr, ob diese dann für Spanien auch greifen würde? Und ratet ihr zu einer zusätzlichen Unfallversicherung? Beste Grüsse

    1. KaiKai Post author

      Hallo Eva,
      Auslandskrankenversicherungen werden in Spanien natürlich greifen, wobei du innerhalb der EU möglicherweise auch mit der GKV klarkommst. Wenn du dich bei der GKV dagegen abmeldest, hast du ggf. ein Problem bei deinem Aufenthalt in Deutschland, weil die Auslandskrankenversicherung normalerweise nicht in Deutschland greift.
      Unfallversicherung ist Geschmackssache. Ich verzichte darauf.
      LG Kai

  8. Horst

    ADAC Plus bringt nix für ne Weltreise…oder es wäre dann die kürzeste Weltreise aller Zeiten. Reisen außerhalb der EU sind nur wenige Wochen versichert, innerhalb der EU auch nur ein paar Tage länger.
    Das ist nur was für die übliche Standard-Urlaubsreise.

    Wayne interessiert’s…Weltreise bedeutet „weg von der Vollkasko-Mentalität“ und auf sich selbst gestellt sein…so wie 95 % der Weltbevölkerung außerhalb der sog. „zivilisierten Welt“…

    1. KaiKai Post author

      Lol, das ist mal ein Paradebeispiel für sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit.
      Hättest du dir zumindest die Mühe gemacht, nicht nur die Überschriften zu lesen, wüsstest du, dass die ADAC Plus- Mitgliedschaft etwas anderes ist als die ADAC Auslandskrankenversicherung, von der du offenbar redest.
      Die ADAC Plus- Mitgliedschaft leistet Nothilfe in besonderen Situationen, zahlt z.B. Flugkosten bei einem vorzeitigen Reiseabbruch.
      Also: Informieren, nachdenken, posten. Lässt man die ersten beiden Schritte aus, steht man als Depp da…;-)
      Und deine Easy- Rider- Mentalität in allen Ehren, aber seinen Verstand zu benutzen und Risiken zu minimieren, hat überhaupt nix mit Vollkasko zu tun. Ich lebe seit ein paar Jahren in Asien, wo schwere Verkehrsunfälle an der Tagesordnung sind. Die meisten Verkehrsteilnehmer nutzen motorbikes ohne jede Knautschzone. Das gibt jede Menge hässliche Verletzungen. Viele Einheimische fahren besoffen, so dass man vollkommen unverschuldet plötzlich unter die Räder geraten kann.
      Eine Freundin ist vor ein paar Jahren auf Bali über den Lenker abgestiegen. Straße uneben, Geschwindigkeit falsch eingeschätzt, Salto über den Lenker, schwere Rückenverletzung, sechs Wochen Krankenhaus. Mehrere Not- OP’s, 2 Wochen Intensivmedizinische Versorgung, schließlich ausgeflogen worden. Kosten bis dahin: knapp 40.000 Euro.
      Man muss sich nicht gegen jeden Scheiß absichern, aber in Regionen, wo darüber hinaus noch Dengue und/oder Malaria grassiert, auf Krankenabsicherung zu verzichten, die man für einen Euro/Tag problemlos bekommen kann, ist für mich nicht cool sondern ziemlich dämlich.
      Anyway, viel Glück für dich.

  9. Sandra

    Hallo!
    Ich habe folgendes Problem. Ich war 2 1/2 Monate in Mittel- uns Südamerika. Ich habe 3 Monate (Aug/Sep/Okt) unbezahlten Urlaub von meiner Firma bekommen. Ich habe mich zuvor bei meiner Krankenkasse erkundigt, welche Schritte ich vor und nach meinem Auslandsaufenhalt ihnen gegenüber erbringen muss. In meinem Telefonat vor meiner Reise wurde mir der Ablauf wie folgt beschrieben:
    1. Auslandskrankenversicherung abschließen (HM 150€) und diese dann als Bestätigung an die Krankenkasse schicken.
    2. Nach meiner Rückkehr mich bei der Krankenkasse melden
    3. Ein Bestätigungsschreiben an sie schicken, dass ich während des 1/2 Monats in Deutschland, sprich jetzt, keine Geld bezogen habe.
    Es wurde mit weiterhin gesagt, dass ich anteilmäßig meine Krankenversicherung selbst tragen müsse, also für die letzten Beiden Wochen im Oktober.
    Nun habe ich diese ersten Schritte eingehalten und habe mich bei meiner Krankenkasse wieder gemeldet. Jetzt sagen sie mir jedoch das ich den Beitrag für Sept. und Okt. zahlen soll, da ich weiterhin in Deutschland gemeldet war und man nicht für einen Urlaub von den Beiträgen befreit werden könne. Ich muss nun einen Antrag auf „Beitrittserklärung zur freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung“ ausfüllen.
    Ich verstehe das nicht, mal so und dann so. Wieso muss ich jetzt doppelt zahlen, Auslandskrankenversicherung und die KV hier? Habe ich eine Möglichkeit dem zu entkommen? Kann mir hier jemand helfen?
    Viele Grüße und vielen Dank im Voraus!
    Sandra

    1. KaiKai Post author

      Hallo Sandra,
      schau dir mal die Diskussion auf der Seite http://backpacker-weltreise.de/organisatorisches-vor-der-weltreise/gesetzliche-krankenversicherung/ an und lies dir vor allem das Papier des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen durch, das in den Kommentaren relativ weit unten verlinkt ist. In dem Papier von 2009 befasst sich der Spitzenverband ausführlich mit der Frage, wie mit solchen Fällen wie dem deinen umzugehen ist.
      Selbst wenn du als Laie vielleicht nicht alles in dem Papier verstehst, weil es eben Juristendeutsch ist, könntest du dir das Papier einfach mal ausdrucken und an deine Krankenkasse schicken, verbunden mit der Frage, wie deren Vorgehensweise denn mit der Rechtsauffassung ihres Spitzenverbandes einhergeht.
      LG Kai

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