Mobilität auf Reisen




Mobilität spielt auf einer Weltreise natürlich eine große Rolle, denn man wird sich in der Regel nicht nur in der Nähe des Flughafens aufhalten wollen sondern in dem Land umherreisen. Die Transportmöglichkeiten sind vielfältig und alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Auto

Mit einem Mietwagen hat man überall auf der Welt die nötige Mobilität und Flexibilität. Allerdings gibt es auch Gefahren und Ärgernisse, die man nicht unterschätzen sollte.

Sich in einigen asiatischen Ländern mit einem Mietwagen fortzubewegen, bedarf einer gewissen masochistischen Grundeinstellung, denn in den meisten Ländern dort sind Verkehrsregeln nicht wirklich als Regeln zu verstehen sondern haben eher den Charakter von vernachlässigbaren Empfehlungen. Die in Europa unverhandelbare Regel „ein Fahrzeug pro Fahrspur“ ist zum Beispiel in Thailand oder Indien gänzlich außer Kraft gesetzt und auch auf die Regelungsfähigkeit von Ampeln kann man sich nicht voll verlassen. Geschwindigkeitsbeschränkungen werden gänzlich ignoriert und Slalom fahrende Autos, die mal links, mal rechts überholen sind an der Tagesordnung.

Eine weitere Unsitte insbesondere in Commonwealth- Staaten ist der Linksverkehr. Dabei besteht die Schwierigkeit gar nicht so sehr darin, auf der linken Seite zu fahren sondern vielmehr darin, dass das Steuer auf der rechten Seite ist und man folglich mit der linken Hand schalten muss. Dies bedarf einiger Übung und ist insbesondere in brenzligen Situationen, wo schnell gebremst und runter geschaltet werden muss, hoch gefährlich.

Auch als Fußgänger ist man im Linksverkehr übrigens gefährdet, weil man unwillkürlich in die falsche Richtung schaut.

Ein weiteres Hindernis kann die erforderliche Fahrerlaubnis darstellen, denn einige Länder verlangen (zumindest offiziell) einen internationalen Führerschein (z.B. Neuseeland). Den bekommt man beim Ordnungsamt in der Regel nur, wenn man bereits im Besitz des „Scheckkartenführerscheins“ ist. So können insgesamt Gebühren von ca. 40 Euro fällig werden, 24 Euro für die „Scheckkarte“ und weitere ca. 16 Euro für den internationalen Führerschein. Letzterer ist übrigens auch nur drei Jahre gültig.

Viele kleine Länder (z.B. in der Karibik oder der Südsee) setzen übrigens den Besitz einer örtlichen Fahrerlaubnis voraus. Dies ist natürlich nichts anderes als eine weitere Tourismus- Abgabe in Höhe von zehn bis ca. 30 US Dollar. Lediglich auf den Cook- Islands habe ich es erlebt, dass sogar eine kleine Fahrprüfung gemacht wird. Natürlich sind dies aber ärgerliche Kosten, insbesondere wenn man den Mietwagen eh nur für einen oder zwei Tage mieten will.

Motorbike

Motorbikes sind gerade in Asien beliebte Fortbewegungsmittel, weil sie wendig sind und man sich auf ihnen auch noch durch die kleinste Lücke am Stau vorbeischlängeln kann.

Da es auch keine Motorroller mit Schaltung mehr gibt sondern eigentlich alle Zweiräder über Automatik verfügen, ist die Bedienung eigentlich idiotensicher.

Das Unangenehme am Motorbike ist, dass es keinerlei Knautschzone hat und der Verkehr in vielen Gegenden der Welt ganz anderen (oder gar keinen) Regeln unterliegt, als man das aus der deutschen Fahrschule kennt.

So albern und uncool das auch aussehen mag und so sehr man in den Tropen auch darunter schwitzen wird: IMMER einen Helm aufsetzen! In Thailand greift die Polizei inzwischen rigoros gegen die Freerider und Helmverweigerer durch und kassiert munter ab. Auch gibt es in Thailand Webseiten mit Fotos von Unfallopfern- obwohl ich dem Voyeurismus ablehnend gegenüberstehe, ist das zur Abschreckung hilfreich. Oft genug sind es motorbikefahrende Ausländer ohne Helm, deren Überreste von den Rettungskräften von der Straße gekratzt werden.

Taxi

Praktisch nirgends ist die Chance größer, übers Ohr gehauen zu werden als beim Taxifahren. Insbesondere am Flughafen, also kurz nach der Ankunft in einem fremden Land, ist man das perfekte Opfer für die Taxifahrer- Mafia, der man schutzlos ausgeliefert ist, weil man nach einem anstrengenden Flug in der Regel keine Muße mehr hat, sich mit günstigen öffentlichen Verkehrsmitteln zum Zielort zu begeben.

Der wichtigste Tipp: Vorher im Internet erkundigen, was die Strecke normaler Weise so kostet. An vielen Flughäfen gibt es zum Glück staatlich festgelegte und überwachte Festpreise für Fahrten in die Stadt. Ansonsten ist es absolut erforderlich, entweder darauf zu bestehen, dass das Taxameter angemacht wird, oder ihr verhandelt vor der Fahrt einen Festpreis, der dem Preis nahekommen sollte, den ihr vorher im Internet recherchiert habt. Versäumt ihr beides, bekommt ihr am Ende einen Mondpreis jenseits von Gut und Böse genannt, gegen den ihr euch dann nur noch schlecht wehren könnt.

Wenn ihr mit dem Taxameter fahrt, wird der Fahrer vielleicht eure Ortsunkenntnis für eine kleine kostenpflichtige Stadtrundfahrt nutzen wollen. Wenn ihr den Eindruck habt, dass ihr im Kreis fahrt, könnt ihr ruhig sagen, dass ihr jetzt bitte zum Hotel möchtet und keine Zeit für eine Stadtrundfahrt habt. Dabei hilft ein Lächeln gerade in Asien meist weiter.

Am Ende der Fahrt solltet ihr Kleingeld in der Tasche haben, denn große Scheine wird der Fahrer definitiv nicht wechseln können (oder besser: wollen). Meist wird ein Trinkgeld erwartet, oft auch schon auf den Preis aufgeschlagen.


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Kai Berke

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