Klima und Wetter




Das weltweite Klima wird durch die Sonne beeinflusst. Aufgrund der Kugelform der Erde steht die Sonne am Äquator immer höher als in den weiter vom Äquator entfernten Breitengraden und ist die Sonneneinstrahlung entsprechend intensiver. Der Energieüberschuss, der dadurch am Äquator entsteht wird durch zwei Transportsysteme abgebaut: die Luft- und die Wasserströmungen.

Während in Äquatornähe stark aufgeheizte Luft aufsteigt, beim Abkühlen kondensiert und Wolken bildet, aus denen sich am Nachmittag in tropischen Regionen heftige Regenschauer entladen, wird ein Teil der Sonnenenergie durch Luftströmungen abtransportiert. In der Passatregion rund um den 30. Breitengrad erhitzt sich die trockene Luft dabei dermaßen, dass das Land zu Wüsten verdorrt.

Die restlichen Luftmassen fließen als warmer Wind nach Norden und nehmen dabei Feuchtigkeit auf, wenn sie über Wasser wehen. Zwischen dem 50. und 70. Breitengrad stößt diese feuchtwarme Luftströmung auf trockene eisige Polarluft, wodurch fortwährend Tiefdruckgebiete entstehen, die das gemäßigte feuchte Klima in diesen Regionen bewirken.




Für den Weltreisenden spielt vor allem eine Rolle, dass sich durch das Zusammenwirken von Strömungen in bestimmten Gegenden der Welt regelmäßige Regenzeiten etabliert haben, die man möglichst umgehen sollte, auch wenn sich der Regen oft auf einen fünfminütigen kräftigen Regenschauer beschränkt, dem dann wieder Sonnenschein folgt. Allerdings ist die Luft während der Regenzeit auch unerträglich schwül und natürlich kann es bei wolkenbruchartigem Regen auch zu Überschwemmungen mit all den unsympathischen Nebenwirkungen kommen, die man auf Reisen gerne vermeidet.

Die Unterteilung des Jahres In Trocken- und Regenzeit ist charakteristisch für die Äquatorregion, wo es die typischen Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter nicht gibt.

Monsun

Das Klima auf dem indischen Subkontinent ist geprägt vom kalten und regenarmen Wintermonsun und dem regenreichen Sommermonsun (zwischen Mai und September), der mit heftigen Niederschlägen regelmäßig Überschwemmungen insbesondere in Bangladesh verursacht, weil der Boden die großen Wassermengen nicht mehr aufnehmen kann. Erschwerend hinzu kommt, dass der Himalaya (wie auch die Alpen in Europa) als natürlicher Wetterschild dient, an dem es sich abregnet, weil die Wolken nicht über die Gebirge hinweg ziehen können. So kommt es in bestimmten Gegenden zu stark konzentrierten Regenfällen. Insgesamt gewinnt man den Eindruck, dass bedingt durch den Klimawandel extreme Wettersituationen häufiger werden.

Beginn und Ende der (Sommer-) Monsunzeit werden von zum Teil heftigen Wirbelstürmen begleitet, die auf dem indischen Subkontinent und im Südpazifik Zyklon, im Süden der USA und der Karibik Hurricane und im Pazifik nördlich des Äquators Taifun genannt werden.

Globaler Sommer

Da die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel den Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel entgegengesetzt sind, muss man seine Reise sehr sorgfältig planen, um nicht im tiefsten Winter in Neuseeland, Südafrika oder Patagonien zu landen. Ferner sollte man die o.g. Sturmsaison rund um den Äquator meiden.

Die klimatischen Bedingungen unter einen Hut zu bekommen, ist leichter, wenn man ostwärts um die Welt fliegt. So könnte man im Oktober/November bei der Route in Indien/Südostasien beginnen, im Dezember in den australischen oder neuseeländischen Hochsommer flüchten, ab April ein paar Inseln im Südpazifik besuchen, im Mai/Juni dann nach Kalifornien fliegen, dort im Sommer die USA/Kanada bereisen und die letzten Monate dann entweder in der Karibik relaxen oder noch ein bisschen Abenteuer in Südamerika oder Afrika mitnehmen. Auf dieser Route dürfte man ein Jahr lang kaum einen Tag unter 25 Grad haben (mit ein paar Abstrichen bei einem Abstecher nach Kanada zugegeben…).


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Kai Berke

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