Geld und Finanzen




Kreditkarten sind inzwischen so verbreitet, dass man nicht mehr gezwungen ist, seine gesamte Reisekasse bar bei sich zu tragen und auch Reiseschecks werden eigentlich nicht mehr benötigt. Mit den meisten Kreditkarten muss man zudem keine Gebühren für Barabhebungen mehr zahlen, wenn das Kreditkartenkonto ein Guthaben ausweist und die Umtauschkurse bei Bargeldabhebungen sind regelmäßig günstiger als in Wechselstuben.

Ich selber nutze VISA und Mastercard vom ADAC, weil diese ein nützliches Reiseversicherungspaket beinhalten; Bargeldabhebungen mache ich inzwischen nur noch mit der Kreditkarte der DKB(www.dkb.de), bei der Kontoführung und Bargeldabhebungen weltweit kostenfrei sind.



Im Verlustfall gibt es vom ADAC auch eine kostenlose Ersatzkarte ins Ausland zugestellt. Diesen Service musste ich allerdings zum Glück bisher noch nicht ausprobieren. Daneben gibt es beim ADAC einen Tankrabatt von ein bis drei Prozent (je nach Kartentyp) auf alle Tankstellenumsätze weltweit. Dies hat sich vor allem bei Wohnmobilen, die unverschämt viel Sprit schlucken schon oft ausgezahlt. Zudem sind in einigen Ländern Supermärkte den Tankstellen angeschlossen (anders als in Deutschland aber zu normalen Preisen!), so dass man den Rabatt auch auf seine Frühstücksflocken bekommt.

Das Eindecken mit Fremdwährung im Heimatland macht heute keinen Sinn mehr, denn erstens wird auch hier zu miesen Kursen umgetauscht und zweitens gibt es selbst auf den kleinsten Flughäfen in der Regel Geldautomaten. Hier kann man sich mit Bargeld eindecken, während man auf das Gepäck wartet. Zweckmäßig ist es, sich auf dem Flughafen eine Dose Cola o.ä. zu kaufen, um Kleingeld für das Taxi zu haben.

Konto

Wenn man länger auf Reisen ist, sollte man sein Girokonto und sein Kreditkartenkonto auf Onlinebasis umstellen, damit man unterwegs Zugriff hat. So kann man auch sicherstellen, dass die Kreditkarte immer genug Guthaben aufweist, damit man gebührenfrei Geld im Ausland abheben kann.

Bei der dkb gibt es Girokonto und VISA- Karte kostenlos. Damit kann man dann weltweit Geld gebührenfrei abheben und selbst die thailändische „Benutzungsgebühr“ an Geldautomaten von 180 Baht wird von der dkb erstattet.

Traveller- Checks

Ich bin der Meinung, dass Traveller- Checks in erster Linie nostalgischen Wert haben, weil es einen an die Reisen in seiner Jugend erinnert, als Kreditkarten noch nicht so weit verbreitet und Geldautomaten in vielen Entwicklungsländern noch gar nicht existent waren. Auch unter Sicherheitsaspekten liegen Traveller- Checks natürlich immerhin vor Bargeld, denn sie werden bei Verlust ersetzt und der Räuber kann wegen der fehlenden zweiten Unterschrift nichts damit anfangen.

Meine eigene Aversion gegen Traveller- Checks rührt wahrscheinlich von meiner schlechten Erfahrung her, die ich Ende der 90’er mit DM- Checks in Indien gemacht habe, wo wir den Großteil unserer Reisekasse in diesem Zahlungsmittel angelegt hatten und in ganz Varanasi in Ostindien keine Bank fanden, die uns diese in Rupien umtauschen wollte.

Das ist im Euro- Zeitalter (und erst Recht nicht, wenn man sie auf Dollar ausstellen lässt) zwar kein Problem mehr, doch die Verwaltungskosten von 1% des Nennwertes (plus die Umtauschgebühren) sowie die Tatsache, dass es sich dabei um zusätzliches Papier handelt, dass das Portemonnaie (oder den Geldgürtel/Brustbeutel) unnötig aufdickt, lassen mich davon Abstand nehmen, Traveller- Checks mit mir rumzuschleppen.

Außerdem trägt man natürlich das Wechselkursrisiko, wenn man Checks in spekulationsgefährdeten Währungen wie dem Dollar oder Euro über mehrere Monate mit sich rumträgt.

Geldtransfer

Wenn mal alles schief läuft und man kurzfristig Bargeld benötigt, gibt es natürlich auch die Notfall- Option, sich Bargeld schicken zu lassen. Die größten Anbieter sind Western Union und Moneygram. Der Geldversand geht zwar schneller als über ein herkömmliches Bankkonto, kostet aber natürlich auch deutlich mehr, so dass diese Option eigentlich nur in Frage kommt, wenn man ausgeraubt wurde und akut Bargeld benötigt.

Tipp zum Geldsparen

In vielen Ländern Asiens oder der Karibik ist der US Dollar offizielles Zahlungsmittel und oft auch beliebter als die heimische Währung. US Dollar in kleinen Scheinen dabei zu haben, ist deshalb eine vernünftige Idee.


One response on “Geld und Finanzen

  1. One Million Places

    Wir waren ein halbes Jahr in 28 Ländern unterwegs und sind mit der DKB-Kreditkarte sehr gut gefahren. In der Regel gab es keine Gebühren am Geldautomaten beim Abheben. Wenn es doch mal welche gab, genügt im Nachgang eine kurze Mail an die DKB mit einigen Daten (Land, Bankname, Datum und Uhrzeit des Abhebens, Gebühr die man zahlen musste – steht alles auf dem Beleg) und schwupp hat man nach einigen Tagen das Geld wieder auf seinem Konto. Wirklich super!
    Für den Notfall hatten wir auch immer noch eine Mastercard dabei, was wirklich zu empfehlen ist. An ein oder zwei Stellen hatten wir keine Möglichkeit, mit einer VISA zu zahlen, dafür aber mit Mastercard.

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Kai Berke

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