Lounge- rocking am Suvarnabhumi in Bangkok

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Als Abfallprodukt  meiner Krisflyer- Challenge bei Singapore Airlines zum Erreichen des Star Alliance Gold Status mit nur drei Flügen hatte ich unterwegs eine Menge Zeit, ein paar Lounges zu testen.

Ich hatte ja schon mehrfach von den Vorteilen der American Express Kreditkarten für Vielflieger und Meilensammler geschwärmt. Besonders die AMEX Platinum hat es in sich und kommt mit einem ganzen Sack voll Vorteilen daher, die die hohe Jahresgebühr von 600 Euro (minus 200 Euro Reiseguthaben pro Jahr) schnell amortisieren, wenn man viel reist.

Einer der Hauptvorteile sind die zwei Priority Pässe für  weltweiten kostenlosen Lounge- Zugang, die man als Inhaber einer AMEX Platinum erhält. Priority Pass hat Verträge mit unabhängigen (und auch einigen Arline- eigenen) Flughafen- Lounges, die ein einzigartiges weltweites Netz ergeben.

Vorbei sind die Zeiten, in denen man bei stundenlangen Layovers trockene Stullen in sich reingeschoben hat, weil die Preise für Speisen und vor allem Getränke an Flughäfen einfach maßlos sind. Statt auf dem Fußboden zu liegen und ein paar Stunden Schlaf nachzuholen, relaxt ihr in bequemen Lounge- Sesseln, bedient euch am kalt- warmen Buffet und den kostenlosen Snacks und verkostet (wer denn mag) das ebenfalls kostenlose Angebot an Alk. Bevor ihr in den Flieger steigt, könnt ihr noch duschen und tretet dann ausgeruht und fit euren Flug an.

So verlieren selbst Umsteigeverbindungen mit langem Layover ihren Schrecken.

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Ich nutze den Priority Pass selbst erst seit ein paar Monaten und bis auf ein paar kleine thailändische Provinz- Flughäfen hatten alle Airports mindestens eine Lounge; an großen Flughäfen und den Luftverkehrsknotenpunkten gibt es meistens eine ganze Reihe von Vertragspartnern von Priority Pass.

An meinem „Heimatflughafen“ Bangkok Suvarnabhumi sind es an den sechs verschiedenen Abflug- Gates ein gutes Dutzend Lounges, aus denen man wählen kann. Ein paar davon möchte ich euch hier vorstellen.

 

Miracle First Class Lounge

Die Miracle First Class Lounges gibt es fast an jedem Gate in BKK

Miracle Lounges gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen Gates, die sich alle natürlich sehr ähnlich sind.

Das Essensangebot besteht aus einem kalt- warmen Buffet mit überwiegend asiatischen Speisen, einem kleinen Salat- Buffet sowie kleinen süßen oder herzhaften Snacks. Auch Klassiker wie Cracker oder Nüsse gibt es hier natürlich.

Dazu die ganze Palette an kalten und warmen Getränken inklusive alkoholischer Getränke.

Die Bestuhlung umfasst Arbeitstische, wo man in seinen Laptop hacken kann, Bistrotische zum Essen und dann natürlich bequeme Lounge- Sessel, die allerdings nur mäßig zum Schlafen geeignet sind.

Leider sind in den Miracle Lounges nicht alle Sitzplätze mit Charge- Möglichkeiten ausgestattet, aber doch sehr viele und man kann in jedem Fall sein Handy aufladen.

Die Miracle Lounges sind in der Regel sehr dicht an den Gates, so dass man keinen weiten Weg mehr zum Flugzeug hat.

Internet ist in allen Lounges verfügbar und kostenlos. Die First Class Lounges von Miracle (es gibt auch eine „Business Class Lounge“) verfügen auch alle über Toiletten und kostenlose Duschen. Handtücher gibt es ebenfalls unentgeltlich an der Rezeption.

Zur Wahrheit gehört auch, dass in den wenigsten Lounges ein Paul Bocuse am Herd steht. Die Speisen sind einfache Sattmacher. In Asien erfreuen sich Currys großer Beliebtheit, die ich nach drei Jahren hier nicht mehr sehen kann.

Wer etwas anderes als den asiatischen Einheitsbrei essen möchte, geht zu

 

Air France Lounge

Reichhaltige Speisenauswahl in der Air France Lounge

Air France gehört zu den Airlines, die einige ihrer Lounges für Prority Pass- Nutzer öffnen und das ist in Bangkok ein echter Gewinn. Man kann von Air France als Airline halten, was man will (ich halte nicht viel von ihr), aber das Essen in der Air France Lounge am Gate F ist meiner Meinung nach das beste in den PP- Lounges. Die Variationsbreite ist hier höher, es gibt auch ein paar europäische Gerichte und vor allem wirklich liebevoll zubereitete kleine Häppchen und Desserts.

Auch hier gibt es natürlich Getränke inklusive Alkohol, kostenloses Internet und Duschen.

Zwei Wermutstropfen gibt es meiner Meinung nach: Die Bestuhlung ist zum Essen okay, aber sie lädt nicht wirklich zum Verweilen ein. Die Lounge macht einen ungemütlichen Eindruck.

Ein weiterer Nachteil von Airline- Lounges liegt auf der Hand: Wenn ein Flug von KLM oder Air France geht, wird es davor natürlich besonders voll in deren Lounge.

 

Oman Air Business und First Class Lounge

Oman First Class and Business Lounge

Am Flugsteig E ist die viel gelobte First Class Lounge von Oman Air, die ebenfalls für Priority Pass Inhaber offen steht. Da der letzte Flug von Oman Air ab BKK kurz nach 20 Uhr geht, schließt die Lounge bereits um 20.30 Uhr. Ab ca. eine Stunde vorher wird kaum noch Essen nachgelegt, so dass die Lounge grundsätzlich eher für Tagflieger geeignet ist.

Hinzu kommt, dass Oman Air eine sehr gemütliche, aber auch sehr kleine Lounge hat, so dass sich der o.g. Nachteil bei Air France bezüglich der Überfüllung noch potenziert, denn die Oman Air Lounge ist sicherlich kaum halb so groß wie die AF- Lounge.

Auch das Essen hat mich nicht wirklich überzeugt. Zwei warme Speisen, davon ein Curry, das im hintersten Winkel des Gaumens eine orientalische Note vermuten lässt. Dazu ein bisschen matschiges Obst und getrocknete Datteln. Kulinarisch keine Offenbarung. Dafür glänzt Oman Air mit hochwertigem Hochprozentigem, denn wo Miracle vielleicht Smirnoff Vodka ausschenkt, gibt es bei Oman Grey Goose und sogar echten Champagner (nicht dass ich davon Ahnung habe).

Wer sich also gediegen volllaufen lassen will, ist dort womöglich richtig, wobei ich vermute, dass das Personal da sehr schnell einschreiten würde.

Tipps zur Lounge- Nutzung

Generell ist die Aufenthaltsdauer in jeder Lounge auf drei Stunden beschränkt. Habt ihr einen längeren Layover, ist es aber natürlich kein Problem einfach zur nächsten Lounge weiterzuziehen. Ich schreibe diese Zeilen gerade während eines siebenstündigen Layovers in Singapur in der SATS Premium Lounge, die bereits meine fünfte Lounge heute ist.

In der Anzahl der Lounge- Aufenthalte seid ihr also nicht limitiert. Da nicht alle PP- Lounges aufgereiht nebeneinander liegen, ist es aber ggf. nur begrenzt sinnvoll kreuz und quer durch das Flughafengebäude zu laufen, um in möglichst vielen Lounges mal einen Kaffee zu trinken.

Achtung: Einige Lounges annoncieren Flüge, machen also eine Durchsage, wenn für euren Flug das Boarding begonnen hat. Das machen aber nicht alle Lounges. In allen Lounges hängen aber Bildschirme mit  den anstehenden Departures. Plant auf jeden Fall ausreichend Zeit für den Weg zum Gate ein. Die o.g. Lounges sind alle im Bereich D bis G am Suvarnabhumi. Wer also einen Abflug von Gate B hat, muss entsprechend Zeit einplanen. Denkt auch daran, dass die meisten Airlines das Gate schon zehn bis 15 Minuten vor Abflug schließen.

Alle Lounges befinden sich im Übrigen luftseitig, also hinter der Sicherheitskontrolle. Kleiner Tipp: Wenn ihr für euren Flug online einchecken könnt, macht das. Dann müsst ihr nämlich nicht noch lange am Checkin- Schalter anstehen. Einige Airlines öffnen den Check In auch erst zwei Stunden vor Abflug. Wenn ihr da dann 15 Minuten in der Schlange steht, dann noch mal zehn Minuten bei der Sicherheitskontrolle und weitere 15 Minuten bei der Immigration, dann bleibt nicht mehr viel Zeit für Lounge Hopping.

Also, besser online einchecken und rechtzeitig zum Flughafen fahren, damit ihr ohne Hetzerei in Ruhe euren Lounge- Aufenthalt genießen könnt.

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Wenn ihr verreist, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr mit einer Auslandskrankenversicherung ausreichend abgesichert seid. Wir stellen euch die drei beliebtesten Langzeit- Auslandskrankenversicherungen für Backpacker vor.

Letzte Aktualisierung am 24.01.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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