Business- Visum Kambodscha- wichtige Änderungen

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Kambodscha ist in den letzten Jahren wegen niedriger Lebenshaltungskosten und stark verbesserter Infrastruktur nicht nur für Backpacker aus aller Welt ein attraktives Ziel geworden sondern wegen seiner liberalen Visa- Politik auch Anziehungspunkt für Digitale Nomaden. Ohne Nachweis irgendeiner Geschäftstätigkeit konnte man bisher problemlos bei der Einreise ein Ordinary Visa Business beantragen und dies nach einem Monat für bis zu einem Jahr verlängern lassen. Ab dem 9. Februar 2018 scheint es diese Möglichkeit für Freelancer und Online- Businesser nicht mehr zu geben.

Verschärfungen Business- Visa Kambodscha

Schon im Oktober vergangenen Jahres war die Verlängerung des Langzeit- Visums für sechs oder zwölf Monate an den Besitz einer Work permit gekoppelt worden. Dies schien zunächst nur ein bisschen mehr Aufwand zu sein, weil man die Arbeitserlaubnis anders als im Nachbarland Thailand relativ unbürokratisch online beantragen konnte. Dies war lediglich mit zusätzlichen Gebühren in Höhe von etwas mehr als 100 US Dollar verbunden, war aber auch für Freelancer ohne Geschäftstätigkeit in Kambodscha offen, weil man als Arbeitgeber einfach „self employed“ angeben konnte.

Anfang Februar 2018 wurden nun aber die Visa- Agenturen von staatlicher Stelle davon in Kenntnis gesetzt, dass für die Verlängerung jeglicher Ordinary Visa Business zwingend eine Bescheinigung des kambodschanischen Arbeitgebers erforderlich ist. Eine solche Bescheinigung hat man als freischaffender Digitaler Nomade nicht, so dass dieser Gruppe im Moment (Stand Februar 2018 der Verlust des Aufenthaltsrechts droht.

Bisher galt auch, dass bei erstmaliger Verlängerung um zwölf Monate keinerlei Nachweise und auch keine Work permit erforderlch waren. Auch diese Praxis soll nach Angaben mehrerer Visa- Agenturen ein Ende haben.

Erfahrungsgemäß wird die betroffene Expat- Gemeinde bald Schlupflöcher finden, um den Aufenthalt in Kambodscha abzusichern. Vielleicht wird es bald Scheinfirmen geben, die nur gegründet werden, um solche Arbeitsbescheinigungen auszustellen- wie es in Thailand Sprachschulen gibt, die nichts anderes machen als Education- Visa zu vermitteln.

Auch ist derzeit noch völlig unklar wie rigide die neuen Bestimmungen, die es offenbar auch noch nirgendwo in amtlicher Schriftform gibt, tatsächlich umgesetzt werden und ob im Einzelfall nicht eine Spende in die Teekasse der örtlichen Verwaltung ausreicht, um doch noch an seine Visa- Extension zu kommen.

Trotzdem ist Leuten, die sich jetzt gerade mit Gedanken an einen längeren Aufenthalt in Kambodscha umtreiben, eher davon abzuraten.

Die einzige legale Möglichkeit auf eine Verlängerung seines Aufenthaltes über das einmonatige Touristen- Visum hinaus, scheint derzeit die Verlängerung desselben um einen weiteren Monat für ca. 45 US Dollar. Danach muss dann zwingend das Land verlassen werden.

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