Myanmar: Mit dem Boot von Mandalay nach Bagan

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Von Mandalay nach Bagan kommt man per Bus, per Bahn oder Boot. Die teuerste, aber auch landschaftlich reizvollste Variante ist die Passage mit der Fähre von MGRG Express.

Selten war das Sprichwort vom Weg, der das Ziel ist, so wahr wie bei der Bootsfahrt von Mandalay nach Bagan. Acht bis neun Stunden schippert die MGRG Express Fähre, an der so gar nichts „Express“ ist von der Metropole im Norden des ehemaligen Burma in die alte Tempelstadt Bagan.

Natürlich kann man die Tour auch in fünf Stunden im Bus bewältigen und auch bei der Busfahrt bekommt man unterwegs einiges zu sehen, doch tut es der Backpacker- Seele auch mal ganz gut, nicht von einem Ort zm nächsten zu hetzen sondern sich mal den bescheidenen Luxus zu gönnen, den eine lange Bootsfahrt vorbei an Pagoden und ruralen Dörfern so bietet.

Der Preis hat es mit 42 Dollar für burmesische Verhältnisse zwar in sich, aber hey: Man gönnt sich ja sonst nix. Im Preis nicht inbegriffen ist der Pickup vom Hotel, dafür aber eine Reihe von regelmäßigen Mahlzeiten, die die Bevorratung mit Proviant fast überflüssig macht.

Check in am Fähranleger an der Myo Part Street ist ca. 6.30 Uhr; Abfahrt flußabwärts Richtung Bagan ist um 7.00 Uhr morgens. Die erste Stunde heraus aus Mandalay ist auch schon so ziemlich die ereignisreichste der gesamten Passage, denn sie führt vorbei an unzähligen wunderschönen Pagoden am Uferrand und der Kapitän tut sein Möglichstes, so dicht wie es der Wasserstand des Ayeyarwaddy river zulässt, an dieser pittoresken Szenerie vorbeizufahren.

Übrigens ist es frühmorgens noch reichlich frisch und in Wassernähe herrscht reges Mückenaufkommen, so dass man mit langer Hose und Fleece nichts verkehrt macht.

Sehr bald nach dem Start für das Frühstück vorbereitet: Man bekommt es in einer Pappbox mit einem Croissant, einem Ei, einer Banane und einem kleinen Sweetie; dazu gibt es während der Frühstückszeit Kaffee oder Tee bis zum Abwinken.

Das Schiff gliedert sich in einen geschlossenen Speisesaal mit Tischen und Stühlen, einen großen überdachten Bereich mit Bambus- Liegestühlen und einem Sonnendeck am Heck des Schiffes. Unter dem Deck befinden sich Toiletten mit Dusche- die saubersten, die ich in Asien auf einer Fähre je gesehen habe.

Zwischen 12 und 13 Uhr wird dann das Mittagessen serviert: Stir fried chicken mit vegatables and rice. Die sichere Variante, die jeden Geschmack irgendwie abdeckt und Magenknurren verhindert.

Nachmittags gegen 15 Uhr gibts dann noch mal Kaffee oder Tee mit ein paar Sweeties auf Kokosraspel- Basis. Kurz nach dem Kaffee ist dann schon Bagan in Sichtweite und zwischen 16 und 17 Uhr ist man dann noch früh genug in der Tempelstadt, umm zu seiner Unterkunft zu gelangen und vielleicht sogar schon einen ersten Ausflug in die Bagan Archaeological Zone mit ihren über 2200 Tempeln und Pagoden zu unternehmen.

Vor dem Verlassen des Geländes wird man übrigens in das Office geleitet, wo man das Eintrittsgeld in Höhe von 25000 Kyatt zahlen muss. Es ist egal, ob man mit Flugzeug, Bus, Boot oder sonstwie anreist: Steigt man aus, muss man zahlen. An einigen prominenten Tempeln wird der Pass tatsächlich auch kontrolliert. Der Pass ist für fünf Tage gültig, was ausreichen dürfte, denn außer der Vielzahl an Tempeln hat Bagan eigentlich nicht viel zu bieten.

Die Fähre fährt übrigens auch stromaufwärts, legt dann allerdings auch schon um 5.30 Uhr morgens ab und erreicht Mandalay nicht vor 17 Uhr. Die Passage stromaufwärts kostet dafür nur 32 Dollar.

Tickets gibt es im MGRG- Office oder- bequemer- in jedem Hotel in Mandalay oder Bagan. Denkt daran, dass der Preis 42 Dollar beträgt; will euer Hotel mehr von euch, so will man an euch mitverdienen.

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