Myanmar: Mit dem Boot von Mandalay nach Bagan

Von Mandalay nach Bagan kommt man per Bus, per Bahn oder Boot. Die teuerste, aber auch landschaftlich reizvollste Variante ist die Passage mit der Fähre von MGRG Express.

Selten war das Sprichwort vom Weg, der das Ziel ist, so wahr wie bei der Bootsfahrt von Mandalay nach Bagan. Acht bis neun Stunden schippert die MGRG Express Fähre, an der so gar nichts „Express“ ist, von der Metropole im Norden des ehemaligen Burma in die alte Tempelstadt Bagan.

Natürlich kann man die Tour auch in fünf Stunden im Bus bewältigen und auch bei der Busfahrt bekommt man unterwegs einiges zu sehen, doch tut es der Backpacker- Seele auch mal ganz gut, nicht von einem Ort zm nächsten zu hetzen, sondern sich mal den bescheidenen Luxus zu gönnen, den eine lange Bootsfahrt vorbei an Pagoden und ruralen Dörfern so bietet.

Der Preis hat es mit 42 Dollar für burmesische Verhältnisse zwar in sich, aber hey: Man gönnt sich ja sonst nix. Im Preis nicht inbegriffen ist der Pickup vom Hotel, dafür aber eine Reihe von regelmäßigen Mahlzeiten, die die Bevorratung mit Proviant fast überflüssig macht.

Check In und raus aus Mandalay

Check in am Fähranleger an der Myo Part Street ist ca. 6.30 Uhr; Abfahrt flußabwärts Richtung Bagan ist um 7.00 Uhr morgens. Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze, auch wenn das Boot groß genug ist und die Aussicht eigentlich von überall okay. Ich bin die Strecke im November gefahren, was theoretisch High Season für Südostasien ist und das Boot war nicht überfüllt. Das habe ich auf thailändischen Fähren in der Andamanischen See auch schon anders erlebt.

Die erste Stunde heraus aus Mandalay ist auch schon so ziemlich die ereignisreichste der gesamten Passage, denn sie führt vorbei an unzähligen wunderschönen Pagoden am Uferrand und der Kapitän tut sein Möglichstes, so dicht, wie es der Wasserstand des Ayeyarwaddy River zulässt, an dieser pittoresken Szenerie vorbeizufahren.

Übrigens ist es frühmorgens noch reichlich frisch und in Wassernähe herrscht reges Mückenaufkommen, so dass man mit langer Hose und Fleece nichts verkehrt macht. Auch für Mückenschutz solltet ihr sorgen, denn das Boot schippert die meiste Zeit durch ländliche Gegend, wo durch Mücken übertragene Tropenkrankheiten durchaus vorkommen können.

Sehr bald nach dem Start wird von der freundlichen Crew das Frühstück vorbereitet: Man bekommt es in einer Pappbox mit einem Croissant, einem Ei, einer Banane und einem kleinen Sweetie; dazu gibt es während der Frühstückszeit Kaffee oder Tee bis zum Abwinken.

Das Schiff gliedert sich in einen geschlossenen Speisesaal mit Tischen und Stühlen, der sogar über Aircondition verfügt, einen großen überdachten Bereich mit Bambus- Liegestühlen und einem Sonnendeck am Heck des Schiffes. Unter dem Deck befinden sich Toiletten mit Dusche- die saubersten, die ich in Asien auf einer Fähre je gesehen habe.

Ich habe es mir die meiste Zeit in einem der Bambus- Liegestühle unter der Überdachung gemütlich gemacht, weil ich dem Wetter morgens kurz nach Sonnenaufgang noch nicht richtig getraut habe. Generell scheint dies aber auch der beste Platz zu sein, denn wenn es tagsüber aufklart, kann es auf Dauer recht heiß werden in der Sonne.

Wer in der ersten Stunde auf dem Weg raus aus Mandalay noch nicht ausreichend Fotos geschossen hat, weil er sich denkt, dass die Reise ja schließlich noch acht Stunden dauern wird, wird sich am Zielort angekommen etwas ärgern, denn die Kulisse mit den Golddächern der Pagoden am Flussufer bleibt einmalig und im weiteren Verlauf der Fahrt bekommt man eigentlich nur baufällige Hütten am Wegesrand zu sehen.

Zwischen 12 und 13 Uhr wird dann das Mittagessen serviert: Stir fried chicken mit vegatables and rice. Die sichere Variante, die jeden Geschmack irgendwie abdeckt und Magenknurren verhindert.

Wem die inklusiven Mahlzeiten nicht ausreichen, für den gibt es an Bord auch noch ein kleines Angebot an Softdrinks, Bier und Snacks für kleines Geld zu kaufen.

Nachmittags gegen 15 Uhr gibts dann noch mal Kaffee oder Tee mit ein paar Sweeties auf Kokosraspel- Basis. Kurz nach dem Kaffee ist dann schon Bagan in Sichtweite und zwischen 16 und 17 Uhr ist man dann noch früh genug in der Tempelstadt, um zu seiner Unterkunft zu gelangen und vielleicht sogar schon einen ersten Ausflug in die Bagan Archaeological Zone mit ihren über 2200 Tempeln und Pagoden zu unternehmen.

Vor dem Verlassen des Geländes wird man übrigens in das Office geleitet, wo man das Eintrittsgeld in Höhe von 25000 Kyatt zahlen muss. Es ist egal, ob man mit Flugzeug, Bus, Boot oder sonstwie anreist: Steigt man aus, muss man zahlen. An einigen prominenten Tempeln wird der Pass tatsächlich auch kontrolliert. Der Pass ist für fünf Tage gültig, was ausreichen dürfte, denn außer der Vielzahl an Tempeln hat Bagan eigentlich nicht viel zu bieten.

Die Fähre fährt übrigens auch stromaufwärts, legt dann allerdings auch schon um 5.30 Uhr morgens ab und erreicht Mandalay nicht vor 17 Uhr. Die Passage stromaufwärts kostet dafür nur 32 Dollar.

Tickets gibt es im MGRG- Office in Mandalay oder- bequemer- in jedem Hotel in Mandalay oder Bagan. Denkt daran, dass der Preis 42 Dollar beträgt; will euer Hotel mehr von euch, so will man an euch mitverdienen. Auf der MGRG- Website gibt es eine Email- Adresse, an die man Reservierungswünsche schicken kann; ein Online- Bookingtool gibt es aber auch 2019 immer noch nicht.

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2 Kommentare

  • Hallo Kai, danke für deinen Bericht über die Bootsfahrt nach Bagan. Wir starten morgen früh zur gleichen Tour und werden deine hilfreichen Tipps dankend anwenden. Gut geschriebener Bericht über ein tolles Land. Viel Spaß noch
    Monika und Thomas

    Antworten
    • Hallo ihr Zwei,
      schön, dass der Artikel hilfreich für euch war. Ich wünsche euch eine wunderschöne Reise.
      LG Kai

      Antworten

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