Airline-Check: Finnair

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Finnland ist ein schönes Land mit freundlichen Menschen- und es hat mit Finnair eine Airline, die kein Mensch braucht.

Ich bin mit Finnair meine Paradestrecke nach Bangkok geflogen, also Kurzstrecke von Hamburg nach

Finnair

Helsinki und dann Langstrecke von dort nach Bangkok- Suvarnabhumi.

Auf der Kurzstrecke setzt Finnair kleine Embraer- Flugzeuge ein, die bei Turbulenzen über dem Baltikum schon mal heftig schaukeln können. Negatives Alleinstellungsmerkmal ist dabei die Tatsache, dass selbst auf einem immerhin fast zwei Stunden dauernden Flug kein kostenloser Snack angeboten wird. Selbst bei Servicewüsten wie Air Berlin gibt es inzwischen ein Sandwich umsonst, damit man unterwegs was zu Kauen hat. Weiterer negativer Punkt ist die doch sehr spartanische Auswahl an freien Getränken; neben Kaffee und Tee sind das nämlich nur Wasser und Traubensaft (!). Wer einen obligatorischen Orangensaft trinken möchte, zahlt also extra.

Der Airport in Helsinki ist unübersichtlich und groß genug für 5 Mio Finnen, aber viel zu klein für die Massen, die Finnair gerne Richtung Asien bewegen möchte. So ist z.B. das Sitzplatzangebot an den einzelnen Gates schlicht ein Witz.

Auch auf dem Langstreckenflug nach Bangkok kann Finnair kaum punkten. Immerhin setzen die Finnen hier nagelneue A350-900 ein und an Bord wird mit Lichteffekten für eine freundliche Atmosphäre gesorgt. Auch die Entertainment- Systeme sind modern mit Touchpad- Funktion. Das Filmangebot ist zwar recht breit, dafür sind nur wenige Neuheiten dabei. Einen Pluspunkt gibt es aber für den USB- Anschluss, mit dem man sein Handy laden kann.

Essen und Service sind unterdurchschnittlich. Das ohnehin fast überall lausige Bordessen wird bei Finnair noch mal getoppt und dass man für alkoholische Getränke 6 Euro bezahlen soll, mag den finnischen Alkoholpreisen geschuldet sein, ist aber trotzdem ein schlechter Witz aus den Achtzigern. Wegen der deutlich verstärkten Wirkung von Alkohol über den Wolken trinke ich eh nicht viel, aber die Freiheit, dies auf Wunsch ohne Extrakosten tun zu können, mag ich mir nicht nehmen lassen- jedenfalls nicht, so lange es Airlines gibt, die billiger sind und Alkohol ohne Extrakosten ausschenken. Mir fällt neben Finnair und einigen echten Low- Cost- Carriern ohnehin nur Air France ein, die ebenfalls Alkohol nur zu den Mahlzeiten kostenlos ausschenken.

Die Beinfreiheit in der Economy ist ok, aber auch nicht überragend. 81 cm sind für seriöse Airlines Standard. Will man übrigens einen Sitzplatz reservieren, langt Finnair auch dafür hin und berechnet einem 20 Euro für einen normalen Sitzplatz und für einen Platz am Notausgang streckenabhängig deutlich mehr.

Fazit: Finnair bringt einen zu überdurchschnittlichen Preisen bei unterdurchschnittlichem Service sicher ans Ziel.

One response on “Airline-Check: Finnair

  1. Thomas

    Etwas älter .. dieser PERSÖNLICHE ERFAHRUNGSBERICHT !
    Finnair verlangt mitterweile im a350 zwischen 36-90 Euro bei einer Sitz-Umbuchung ! Der Airport Helsinki ist herunter gekommen und die Preise für ein Sandwitch fangen bei 6.00 euro an

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