U- Bahn fahren in Taipeh

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Viele Menschen sind mit einer natürlichen Scheu gegenüber der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel in unbekannten Städten ausgestattet. Sie liefern sich aus Angst vor Gaunern den größten Gaunern freiwillig aus: den Taxifahrern.

In vielen Metropolen der Welt, in denen es U- Bahn oder Skytrains gibt, ist die Benutzung dieser Massenverkehrsmittel schneller, günstiger und unstressiger als das teure Taxi.

Oft ist es die Schwellenangst, die den Reisenden vor der Benutzung des MRT (Mass Rapid Transport) abhält oder das Unbehagen, sich mit einem Fahrplan auseinander zu setzen. Gerade in Fernost kommt auch noch die Angst vor den unbekannten Schriftzeichen hinzu.

In Taipeh sind all diese Ängste unbegründet und da das gleiche oder ein ähnliches System auch z.B. in Hongkong, Singapur, Peking oder Bangkok verwendet wird, gilt das hier Gesagte sinngemäß für viele asiatische Metropolen.

Die 109 Haltestationen in Taipeh, die im Innenstadtgebiet unterirdisch, sonst auch oberirdisch oder auf Stelzen verläuft, sind mit Drehkreuzen gesichert. Man muss sich daher vor Fahrtantritt am Automaten einen Fahrschein ziehen. Der Fahrpreis ist streckenabhängig und beginnt bei 20 Taiwan- $. Man kann am Automaten also entweder einen Chip kaufen und diesen mit einer beliebigen Summe beladen oder man kauft sich eine „Easy Card“, eine Plastikkarte und bucht hier Dollar auf. Vorteil der Easy Card: Es gibt Rabatte von 20% gegenüber Einzelfahrten und man muss nicht andauernd neue Chips am Automaten ziehen.

Mit seiner Easy Card bewaffnet geht man dann zum Drehkreuz und hält sie

Easy Card MRT U Bahn Taipeh, Taiwan

Easy Card MRT U- Bahn Taipeh

an den Scanner; im Display wird der noch verfügbare Betrag auf der Karte angezeigt.

Verlässt man das U- Bahnnetz wieder, so muss man wiederum seine Karte an den Scanner halten und der fällige Betrag für die Entfernung vom Anfangs- zum Endbahnhof wird abgebucht. Es ist also egal, wie oft man umsteigt, so lange man nicht den Bahnhof durch das Drehkreuz verlässt, zahlt man nicht.

Hat man nicht genug Guthaben auf dem Chip oder der Card, so öffnet sich das Drehkreuz nicht und man muss am Automaten nachladen. Der Chip wird dann nach einmaliger Benutzung einbehalten, während man die Karte unbegrenzt oft benutzen kann.

Die Ansagen und Beschriftungen in den Zügen und den Stationen sind neben Taiwanesich und Chinesisch auch in Englisch, so dass die Orientierung nicht schwerfällt.

Das MRT- Netz in Taipeh ist sehr gut ausgebaut und bedient auch wichtige Sehenswürdigkeiten wie den Taipei 101 (Haltestelle: Taipei City Hall), den Konfuzius- Tempel sowie den gegenüberliegendentaoistischen Tempel Bao An (Haltestelle: Yuanshan), die Memorial Hall für den Staatsgründer Chiang Kai Shek (Haltestelle: CKS Memorial Hall) oder das Shopping- Viertel Ximen an der gleichnamigen Haltestelle, an der auch das bekannte „Red House“ liegt.

Zu beachten sind die Betriebszeiten von 6.00 bis 24.00 Uhr (es gibt also keinen Nachtverkehr!) und das Verzehrverbot von Speisen und Getränken, dessen Missachtung teuer werden kann.

 

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Kai Berke

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