Airline- Check: Gulf Airways

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Von den ganzen hochsubventionierten arabischen Airlines  hat mir Gulf Airways ehrlich gesagt am schlechtesten gefallen. Gulf ist die staatliche Airline des Emirates Bahrain. Besonders auf dem Rückflug aus Asien kommend sind die Anschlussflüge nach Europa oft so gelegt, dass man lange Aufenthalte in Bahrain hat. Ich bin dort 12 Stunden gestrandet.

Wenn man dort ankommt, wird man zu einem Schalter gelotst, wo einem erklärt wird, was man in der Zwischenzeit anstellen könnte. Insbesondere wird auf das- natürlich kostenpflichtige- Tagesvisum hingewiesen, das dem Emirat jede Menge Tagesbesucher und den Taxifahrern Kundschaft bringt.




Alternativ bietet einem die Airline bei langen Aufenthalten einen Essensgutschein- immerhin, auch wenn ein Freund vor fünf Jahren noch ein Hotelzimmer bei einem nur sechsstündigen Zwischenstopp bekommen hatte. Ich habe schließlich umgerechnet 35 Euro in die Dilrum- Lounge investiert, wo ich mich nach einer Dusche mit Häppchen und reichlich Gin Tonic bei Laune gehalten habe. Der Aufenthalt in der Lounge ist allerdings auf drei Stunden begrenzt.

Zu den Flugzeugen: Ich habe auf allen vier Flügen in Maschinen mit veraltetem Entertainment- System gesessen, die in zwei Fällen nicht mal funktioniert haben. Auf den anderen beiden Flügen gab es nur eine kleine Auswahl älterer Filme, ein Mal funktionierte auch der Kopfhörer nicht.

Der Sitzabstand ist mit 81 cm wie gehabt. Die Sitze verfügen nicht über Strom- oder USB- Anschlüsse.

Das Essen ist okay. Seit ich immer das vegetarische Menu nehme, ist die Verpflegung an Bord mitunter sogar genießbar.

Wie bei den anderen arabischen Airlines wird auch bei Gulf Wert auf mehrsprachiges Bordpersonal gelegt; ein Vorteil für Passagiere, die mit Englisch ihre Probleme haben, denn bei ca. 11 verfügbaren Sprachen ist die Chance groß, dass einer dabei ist, der einen versteht.

Der Preis für die Strecke Frankfurt- BKK war mit ca. 530 Euro extrem günstig. Schon bei der Buchung kann man Sitzplätze und bei Bedarf Menus auswählen. Auf dem Hinflug war beim Check In angeblich kein Platz am Notausgang mehr frei; auf dem Rückflug hat es für beide Teilstrecken geklappt. Hängt wie bei jeder Airline von der Laune des Bodenpersonals ab.

Wie eingangs schon erwähnt, würde ich bei gleichem Preis eher eine der anderen arabischen Airlines vorziehen, aber natürlich bringt einen auch Gulf Air sicher von A nach B. Wer noch nie in einem Emirat war, für den kann der Flugplan- bedingte Zwangsstopp in der Wüste von Bahrain ja vielleicht sogar ein Plus sein.

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Kai Berke

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