Airline- Check: THAI Airways

0 Comment


Lange Zeit meine Lieblings- Airline, weil sie neben luxuriöser Beinfreiheit und tadellosem Service an Bord auch Essen geboten haben, das tatsächlich asiatisch geschmeckt hat und einem ein bisschen Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub gemacht hat. Übrig geblieben ist die Beinfreiheit, auch wenn THAI inzwischen auf einigen Langstrecken wohl auch Flugzeuge mit nur noch 81 statt der üblichen 86,5 cm Beinfreiheit einsetzt.

Ich hatte aber beim letzten Flug von Frankfurt nach Bangkok den blöden Verdacht, dass die Sitzplatzbreite jetzt beschnitten wurde und die Sitze enger geworden sind; vielleicht ist aber auch nur mein Hintern fetter geworden…


Beim Service hat THAI sich angewöhnt, keine Sitzplatzreservierungen mehr für Passagiere durchzuführen, die nicht über THAI direkt gebucht haben (vor ein paar Jahren ging das noch). Heute wird man an das Portal verwiesen, über das man gebucht hat und hier können noch mal ordentlich Kosten für 01805- Service- Hotlines fällig werden, denn viele dieser Portale schotten sich hermetisch gegenüber ihren Kunden ab und vermeiden jeglichen Email- Kontakt (fluege.de ist hier das traurigste Beispiel, weil gerade die es sind, die den Kunden im letzten Buchungsschritt immer noch eine „Servicegebühr“ aufschlagen, mit der der Service einer Sitzplatzreservierung eingentlich abgegolten sein sollte…)

Aber zurück zu THAI: Die Buchung über deren Webseite läuft transparent und fehlerfrei und treibt den Puls nicht mit Zusatzkosten in die Höhe, die sich während der Buchung einschleichen. Teilweise sind die Kosten bei THAI direkt auch nicht höher als bei den einschlägigen Buchungsportalen.

Beim Check In habe ich bisher fast immer das Glück gehabt, noch einen Platz am Notausgang zu bekommen. Ich bin noch nie mit einem „No, sorry!“ abgefertigt worden sondern das Bodenpersonal schaut tatsächlich nach, ob da noch was zu machen ist. Eingechecktes Gepäck offiziell bis 20 kg, toleriert wird aus eigener Erfahrung mindestens bis 23 kg. Handgepäck darf offiziell 7 kg wiegen, aber auch hier hat noch nie jemand meinen Koffer gewogen.

Boarding mit THAI ist traditionell eine Katastrophe, was vielleicht weniger an der Airline als an deren Passagieren liegt, die das System nicht kapieren, dass das Flugzeug von den hinteren Sitzreihen nach vorne hin geboardet wird, damit der Passagier aus Reihe 11 nicht den Weg für all die Leute versperrt, die zu den hinteren Reihen wollen.

Das klappt bei THAI nie!

Schon eine halbe Stunde vor dem Beginn des Boardings bildet sich eine riesige Menschentraube, die dann auch konsequent den aufgerufenen Reihen den Weg versperrt. Sehr nervig.

Einmal an Bord vermisse ich bei THAI so eine Art Wellness- Kit, wie es inzwischen sogar bei Nachtflügen mit Air Berlin üblich ist: eine Schlafmaske, Ohrstöpsel, ein Erfrischungstuch und eine kleine Einmal- Zahnbürste. Da sind viele Airlines inzwischen an den einstigen Service- Weltmeistern vorbeigezogen. Immerhin sind die Billig- In Ear- Kopfhörer durch echte Kopfhörer ersetzt worden, die die Umgebungsgeräusche im Flugzeug besser dämpfen, und es gibt jetzt auf allen Flügen individuelle Entertainment- Systeme für alle Passagiere.

Das Bord- Essen ist jetzt leider der gleiche Fraß wie bei anderen Airlines; vielleicht mit ein bisschen mehr Curry…

Fazit: Es ist fraglich, wie lange das Alleinstellungsmerkmal der Direktflüge die Leute noch davon abhält, mit den mächtig auf den Markt drängenden arabischen Airlines wie Etihad oder Oman Air zu fliegen, die die Strecke nach BKK oft für ein paar Hundert Euro weniger anbieten. Vielleicht führt die Konkurrenz ja dazu, dass auch THAI ihre Preisstruktur mal überdenken.

One response on “Airline- Check: THAI Airways

  1. Bjoern

    Hi, ich kann das aktuell voll unterschreiben. Hin mit 12-12 der Boing – super Beinfreiheit, Essen – naja… es ging aber. Zurück 01-13 mit dem Airbus 380 – eine Katastophe. Nein, Dein Sitzfleisch ist nicht expandiert, die
    Sitze (3-4-3) sind tatsächlich schmaler, der Sitzabstand enger. Es gibt ständig Unstimmigkeiten mit dem Nachbarn um die Ellenbogenablage. Die Füsse stossen an das Sitzgestell der Vorderreihe (Fenter linker Fuss, Gang rechter Fuss). Das Essen war fast ungeniessbar, habe seit meiner Schulzeit nie so was erleben müssen. Das Bordpersonal war mit dem Abfüllen der Fluggäste logistisch überfordert. Konkret wurden Leute übergangen, Getränke vertauscht und die heissen Tücher waren kalt. Da kann auch das sehr gute Entertainment nix flicken, nahe amzumal der Monitor in der Lehne (für mich) zu nahe am Auge war (war bei der Boing kein Problem). Wenn noch mal Thai – dann nicht der 380! Zumindest nicht Eco! Wobei der Spass über die Festtage fast das Doppelte gekostet hat (war aber meine Schuld). Möglich das das Ganze mit der Star-Alliance zusammenhängt (Thai, Lufthansa, Kannadier und Portugiesen) Das nächste Mal nehme ich wohl die Araber. Gruss Björn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Booking.com

Das Buch zur Weltreise
Mit dem Billigflieger um die Welt

Wer schreibt denn hier?
Kai Berke

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. more information

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Close