Koh Mak ist eine klasse Alternative für Leute, denen Koh Chang zu touristisch und zu überlaufen ist. Allerdings muss man darauf gefasst sein, dass gerade außerhalb der Saison nicht mal der tote Hund auf Koh Mak begraben ist und die meisten Hotels, Restaurants oder Shops geschlossen haben und die Einheimischen irgendwo auf dem Festland sind, um zu arbeiten. Das macht allerdings auch den Reiz der Nebensaison aus, weil man dort wirklich entspannen kann.


Eines der wenigen Hotels die ganzjährig geöffnet haben, ist das Ao Kao White Sands Beach Resort, das am gleichnamigen Ao Kao Beach liegt und sich von anderen Resorts durch eine wohltuende familiäre Atmosphäre unterscheidet.

Kernstück der Anlage ist das in Rondell- Form angelegte offene Restaurant direkt am Strand, wo sich die Gäste – darunter auch viele Backpacker – zum Austausch treffen. Das kostenlose Wifi ist auch bewusst auf diesen Bereich begrenzt, weil man die Gäste aus ihren Bungalows rausholen möchte.

Die Bungalows sind entlang des Strandstreifens gelegen und haben alle eine Terrasse mit Sitzmöglichkeiten. Wir hatten den “VIP- Bungalow” mit angebautem Wintergarten, der den Panoramablick auf das Meer und die abendlichen Sonnenuntergänge ermöglicht. Das Badezimmer hat eine spektakuläre Open Air- Dusche, die aber oben mit feinmaschigem Insektengitter geschützt ist, so dass man beim Duschen zwar den Sternenhimmel betrachten kann, aber nicht von Ungeziefer genervt wird.

Unsere Terrasse war auf dem Dach des Bungalows mit Strohdach, robusten Komfortliegen und einem Ausblick aufs Meer: zum Niederknieen.

Der Strand ist bis auf ein kleines Stück nicht wirklich ein Badestrand, da dieser erstens sehr felsig und zweitens Sandfliegen- verseucht ist. Gegen die Sandfliegen immerhin wird regelmäßig großflächig ein biologisch abbaubares Insektizid versprüht. Ansonsten wird Wert auf die Feststellung gelegt, dass alle Kreaturen ihren Platz haben und entsprechend willkommen sind. So gibt es auch in der Anlage mitunter ein paar Schlangenarten, kleinere und größere Amphibien und -wie überall in den Tropen- gelegentlich auch Kakerlaken. Das ist der Preis, der dafür bezahlt werden muss, dass man sich mitten in der Natur befindet.

Das Essen ist sehr ordentlich; man kann sowohl Thaifood als auch Farang- food bekommen und beides ist genießbar. Die Preise für Speisen und Getränke sind zivil.

Die Anlage ist im Familienbesitz und die Beschäftigten sind alle sehr jung und aufgeschlossen – eine perfekte Atmosphäre für Backpacker aus aller Welt, die sich hier allerdings übewiegend in der Nebensaison einfinden, wenn das Ao Kao White Sands Beach mit echten Kampfpreisen lockt.

Wir haben für den VIP- Bungalow ca. 30 Euro pro Nacht bezahlt; in der Hochsaison zahlt man gut 100 Euro. Frühstück und Transfer zum Speedboat- Anleger sind im Preis inbegriffen.

Mehr Infos gibts auf der Webseite des Ao Kao Beach Resort.