Airline Check: Sri Lankan Airlines

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Mit der Sri Lankan bin ich von Bangkok nach Peking und zurück geflogen.

Die Buchung über die Webseite von Sri Lankan hat erst im zweiten Anlauf geklappt, weil die Zahlung per Kreditkarte beim ersten Mal nicht akzeptiert wurde. Blödes Gefühl, nicht zu wissen, ob man jetzt einfach noch mal probiert oder dann vielleicht doch zweimal abgebucht wird.



Der Check In in Bangkok verlief dann zwar nicht unbedingt schnell, aber professionell. Ich hatte wegen meiner Körpergröße nach einem Platz am Notausgang gefragt und sie hatte mir gesagt, dass dort leider schon alles besetzt wäre. Als ich dann an Bord ging, hatte ich einen Platz am Notausgang…

Der Flug startete morgens um 7.30 Uhr, so dass Frühstück gereicht wurde; zur Auswahl stand Omelett mit Pilzen, Kartoffelspalten und noch irgendetwas Undefinierbarem, das mir nicht geschmeckt hat. Allerdings hat mir noch so gut wie gar kein Bordessen richtig gut geschmeckt.

Die Alternative war ein Reisgericht, das meine Mitreisende hatte und auch nicht geschmeckt hat, aber so früh am Morgen ist es auch anstrengend zu essen.

Alkoholische Getränke wurden nicht kostenlos ausgegeben, soweit ich das mitbekommen habe, trinke ich aber sowieso nicht an Bord.

Auf dem Rückflug gab es Buritos, was nicht nur originell sondern sogar fast lecker war.

Der Sitzabstand in den Reihen, die nicht das Glück hatten, am Notausgang zu sitzen, beträgt bei Sri Lankan Airlines durchschnittliche 81 cm, was für den Durchschnittsasiaten durchaus ausreichend ist, für mich mit 1,92 Metern aber ein bisschen anstrengend ist. Allerdings gibt es ja auch genug renommierte Airlines, die noch weniger Sitzabstand haben.

Auf dem Hinflug war die Aircondition viel zu niedrig eingestellt, so dass wir trotz der Decken gefroren haben.

Auf dem Hinflug hatte jeder Passagier sein eigenes Entertainment- System, wie es heute bei den großen Airlines Standard ist. Auf dem Rückflug gab es dagegen gar kein Entertainment- System, was ich seit den Ferienfliegern in den 80’ern nicht mehr erlebt habe.

Die Maschine war nicht die neueste, was man in den Bordtoiletten sehen konnte; ansonsten spielt das Alter einer Maschine für mich keine überragende Rolle.

Der Flug ging pünktlich los und kam ebenso pünktlich an. Ein bisschen ärgerlich fand ich, dass an Bord keine Einreisekarten für China verteilt wurden, so dass wir diese in Peking ausfüllen mussten.

Der Preis – und das ist ja am Ende immer das Maßgebliche – war mit ca. 370 Euro pro Person auf der Strecke in den Sommerferien absolut konkurrenzfähig. Ein besonderer Vorteil der Sri Lankan Airlines ist das Freigepäck von 30 kg, auch wenn einem das freilich nicht weiter hilft, wenn man dann mit einer anderen Airline weiterfliegt, die die standardmäßigen 20 bis 23 kg zulässt.

Die Sitzplatzreservierung kann man online erledigen und ist, wie sich das gehört, kostenfrei. Überhaupt muss man nicht für jeden Scheiß extra bezahlen, wie es ja bei vielen Billigfliegern Geschäftsmodell ist.

Alles in allem nimmt man für einen korrekten Preis einen durchschnittlichen Service gerne in Kauf. Schließlich ist ein Flugzeug ja keine Wellness- Oase sondern dient dem Zweck, von A nach B zu kommen. Sri Lankan also durchaus gerne mal wieder.

UPDATE: Nach den ordentlichen Erfahrungen bin ich Ende September 2013 noch mal mit Sri Lankan von Bangkok diesmal nach Hongkong geflogen. Diesmal gab es überall Entertainment- Systeme und das Essen war wiederum gar nicht so schlecht.

Der Flug geriet für die armen Flugbegleiter trotzdem zur Hölle und für uns Reisende zur Comedy, denn der Flieger war pickepackevoll mit Chinesen, die bekanntlich das anständige Benehmen auch nicht erfunden haben.

Vielleicht handelte es sich um den Shopping- Ausflug einer südchinesischen Reisanbau- Kolchose, die noch nie zuvor geflogen waren. Jedenfalls schienen diese sich zu sagen: Hey, in dem Bus von zu Hause ins Nachbardorf muss ich mich ja auch nicht hinsetzen, wenn er losfährt, also bleibe ich bei Start und Landung halt auch einfach im Gang stehen.

Das Bordpersonal hat schließlich jegliche falsch verstandene Freundlichkeit über Bord geworfen und die Passagiere angeschnauzt, sie sollten sich gefälligst endlich hinsetzen und nicht beim Start die Toilette aufsuchen, doch wer sich mit einem Chinesen in einer anderen Sprache als Chinesisch unterhalten will, kommt sich ja vor wie ein Taubstummer.

Auch mit diesem Zusatz- Entertainment würde ich mit Sri Lankan Airlines durchaus wieder fliegen.

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Kai Berke

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