Über Problembären in Kanada

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Während in Deutschland die Spezies „Problembär“ nach dem Rücktritt von Michael Glos als Wirtschaftsminister vor einigen Jahren praktisch als ausgestorben gilt, sind Bären in einigen Gegenden Kanadas von einer durchaus stattlichen Population.


In den Rocky Mountains gibt es immerhin so viele Bären (vor allem Grizzlys und Braunbären, die eigentlich eher schwarz sind), dass ein ganzer Industriezweig von dem Verkauf so genannter Bärenglöckchen („bear bells“) an die Touristen lebt. Hintergrund ist die wachsende Gewöhnung von Bären an den menschlichen Eindringling in sein Habitat. Durch häufigen Kontakt mit

Grizzly in den kanadischen Rocky Mountains

Grizzly in den kanadischen Rocky Mountains

Touristen, die auf der Straße anhalten und Fotos von ihm machen, verliert der Bär seine natürliche Angst vor dem Menschen, die beide – Mensch und Bär – ansonsten vor unliebsamen Begegnungen schützen würde.

Da Menschenfleisch nämlich entgegen landläufigem Vorurteil nämlich nicht auf der Spitzenposition von Petzis Speisekarte steht, sind Bärenangriffe auf Menschen eher die ängstliche Reaktion, wenn sie beim Chillen überrascht werden. Um solche überraschenden Begegnungen zu vermeiden, tragen die Touristen nun also alle ihre Bärenglöckchen, damit der Bär sie schon von weitem hört und sich rechtzeitig vom Acker machen kann.

Die Ratschläge für den Notfall sind dann doch eher aus der Abteilung theoretische Klugscheißerei: Man soll bei einem Angriff auf keinen Fall weglaufen, weil dass den Jagdinstinkt des Bären erst weckt. Oft seien Angriffe nämlich nur Scheinangriffe. Ab auf den Baum ist auch keine gute Idee, weil man nie weiß, ob der Bär nicht am Ende der bessere Kletterer ist. Der letzte Ratschlag für den akuten Ernstfall klingt dann entsprechend hilflos: Einrollen, mit den Händen das Genick und mit den Knien die inneren Organe schützen und hoffen, dass man nach dem Angriff noch in der Lage ist, ein Krankenhaus aufzusuchen…

 

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Kai Berke

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