Tipps für die Schottland- Reise

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Reisezeit für Schottland

Eines muss jedem Schottland- Reisenden klar sein: Für einen Badeurlaub  gibt es bessere Reiseziele. Wenn man das akzeptiert, kann man eigentlich zu jeder Jahreszeit nach Schottland reisen, denn jede Jahreszeit hat ihren Reiz.

Das Wetter ist natürlich in der Zeit von Mai bis September am stabilsten,  auch wenn man auch in diesem Zeitraum vermutlich noch reichlich Regen abbekommen wird.  Doch das ist ja gerade das Schöne an wechselvollem Wetter: Auf Regen folgt  auch immer wieder Sonnenschein. Nicht umsonst sagt man in Schottland: „Dir gefällt das Wetter nicht? Dann warte fünf Minuten!“

Im Grunde genommen ist von einer Reise in den Sommermonaten Juni bis August  sogar eher abzuraten, da das Land dann besonders überlaufen ist. Eher würde  ich dazu raten, im Mai oder September dort hin zu fahren, denn in diesen  Monaten ist die Landschaft noch reizvoller und vor allem sind die schottischen Mücken, die wahre Plagegeister sein können, noch nicht oder  nicht mehr so aktiv.

Anreise nach Schottland

Die Zeiten, in denen man 24 Stunden eingepfercht in einen Rainbow Bus gesessen hat, um nach Schottland zu kommen, wie ich das noch bei meiner zweiten Schottland- Reise 1993 gemacht habe, sind in Zeiten der Billigflieger natürlich längst vorbei.

Heute fliegt Ryanair die Leute nicht mehr nach Prestwick im Süden von Glasgow sondern direkt nach Edinburgh. Regelmäßige Verbindungen von Deutschland gibt es von Berlin, Düsseldorf, Hahn, Hamburg, Karlsruhe und Memmingen.

Direktverbindungen von Deutschland nach Glasgow oder gar Glasgow/Prestwick gibt es bei Ryanair nicht mehr.

Das gleiche Bild beim anderen großen Billigflieger easyjet. Auch hier gibt es Direktverbindungen von vielen der größeren Airports in Deutschland nach Edinburgh, aber in andere Städte nur umständliche Umsteigeverbindungen.

Ich finde das ein bisschen schade, denn eigentlich ist Edinburgh für mich immer das Highlight gewesen, dass ich mir gerne bis zum Schluss aufgespart habe. Ich habe immer den Einstieg über Glasgow bevorzugt, weil man von dort über die A 82 relativ schnell  raus in die spektakuläre Landschaft der Trossachs gekommen ist.

Natürlich kann man auch noch mit eigenem PKW nach Schottland reisen. Von all den Fährverbindungen, die dazu auf alten Webseiten genannt werden, existieren Ende 2018 noch zwei: die DFDS von Amsterdam nach Newcastle (2 Personen plus Pkw ca. 500 Euro für eine Innenkabine im Juni 2019) und die P & O Ferries von Rotterdam nach Hull, die mit ca. 350 Euro für den selben Zeitraum im Juni 2019 deutlich günstiger sind. Allerdings ist der Weg von Hull nach Schottland auch noch deutlich länger als der von Newcastle, so dass man die zusätzliche Zeit

Achtung: Preise variieren natürlich. Ich habe Frühbuchertarife gefunden, weil ich im Dezember 2018 recherchiert habe. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Wochenenden gewählt, die in der Regel teurer sind als Termine in der Woche. Darüber hinaus kann es immer mal Sonderaktionen geben, so dass sich ein Vergleich zwischen den beiden Anbietern auf jeden Fall lohnt.

Unterkunft in Schottland

Die Möglichkeiten der Unterkunft sind in Schottland so vielfältig wie das  Land selbst. Für den durchschnittlichen Rucksacktouristen werden Hotels  nicht die Regel- Unterkunft sein, denn diese sind mit Preisen ab 80 Pfund  pro Zimmer im Grunde indiskutabel. Eine preiswertere Alternative sind die  typisch britischen Bed & Breakfast- Unterkünfte, die zwar mit 20 bis 30 Pfund pro Person immer noch sehr viel Geld kosten (in den Städten eher 30 oder mehr Pfund), dafür aber oft einen Einblick in  das Alltagsleben britischer Familien ermöglicht, den man sonst so nicht  bekommt. Auch das i.d.R. sehr opulente Frühstück ist hierbei nicht zu  unterschätzen. Günstigste Unterkunft mit festem Dach über dem Kopf ist nach wie vor die  Jugendherberge, von denen die Scotish Youth Hostel Association ca. 60 im  ganzen Land und auf den Inseln betreibt. Dabei geht das Spektrum der  Häuser von rustikalen Unterkünften wie in Durness oder Achmelvich bis zu  Schlössern wie dem Carbisdale Castle oder dem Schloss Loch Lomond. Die  Kostenspanne reicht von 15 bis 30 Pfund.

Wer nicht Mitglied im Jugendherbergsverband ist, zahlt pro Übernachtunginzwischen je drei Pfund mehr (was billiger sein kann als eine Mitgliedschaft). Anders als noch vor zehn Jahren kann man auch als Deutscher Mitglied im Schottischen Jugendherbergsverband werden. Vorher musste man Mitglied im DJH werden. Details zur Mitgliedschaft und auch Buchungsmöglichkeiten für die einzelnen Hostel gibt es hier.

Noch einen Tick günstiger sind die zahlreichen Campingplätze mit durchweg  ordentlichen Infrastrukturen, die oft auch landschaftlich sehr reizvoll  gelegen sind. Meine persönliche Meinung ist allerdings, dass man dann  auch gleich wild campen kann, was die mit Abstand kostengünstigste  (weil kostenlose) Variante der Übernachtung ist und einem auch ein ganz  anderes Naturerleben ermöglicht.

Allerdings muss der Ort, wo man sein Zelt aufschlägt wohl gewählt sein, denn auf den allermeisten Parkplätzen o.ä.  ist das Übernachten verboten. Je weiter man aber in den Norden kommt und  je geringer die Bevölkerungsdichte, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man durchaus mal für eine oder zwei Nächte geduldet wird. Das man  seinen Müll vernünftig entsorgt und nicht einfach achtlos in der Natur  liegen lässt, versteht sich dabei eigentlich von selbst.

Auf der Halbinsel Kintyre auf dem Weg zum von den Beatles einst besungenen „Mull of Kintyre“ habe ich vor einigen Jahren noch problemlos auf einigen einsamen Parkplätzen übernachten können.

Auch in den Highlands gibt es noch Orte, wo man nachts ungestört ist. Mein Lieblings- Parkplatz ist nahe der Bonar Bridge, von dem aus man über den Fluss auf das gleichnamige Örtchen blicken konnte. Der Parkplatz hat beinahe Infrastruktur wie ein Campingplatz- nur kostenlos. Am frühen Abend kamen zwei Polizisten und wir hatten schon Panik, dass wir uns wohl gleich auf den Weiterweg machen müssten, doch die Gesetzeshüter waren nur neugierig, wo wir herkamen und plauderten munter drauf los. Sie baten uns, den Parkplatz sauber zu halten und luden uns in einen Pub im Dorf ein. Toll!

Fortbewegung in Schottland

Ganz sicher hat jede Art der Fortbewegung ihren Reiz und auch ihren Platz.  Ich gebe offen zu, dass ich meist zu faul für die Wanderfraktion war und wenig Verständnis aufgebracht habe für die Radfahrer, die sich bei Wind und Wetter einen Berg mit 20 %  Steigung hochquälen und unter Einsatz des Lebens auf einspurigen Straßen  mit linksverkehrunerfahrenen Autofahrern rumärgern müssen.

In Zeiten des  Tour de France- Hypes tauchten übrigens Anfang des Jahrtausends immer mehr Radfahrer in gelben  Trikots auf schottischen Straßen auf. Ich machte mir bei strömendem Regen  gerne mal den Spaß, am Berg langsam an der pedalierenden Schar vorbei  zu fahren und dabei laut „Ulle“ zu schreien…

Nein, wenn man über einen Radius von 50 Kilometern hinaus etwas von dem  Land sehen will, bedarf es einer anderen Form der Mobilität. Inlandsflüge  sind Käse, Züge sind teuer, und das Schienennetz ist auch nicht wirklich  überzeugend, Überlandbusse sind günstiger und erreichen auch abgelegenere  Winkel, aber wirklich frei in seiner Zeiteinteilung und  wetterunabhängig ist man natürlich nur im Mietwagen.

Bucht man diesen rechtzeitig mit einigen Monaten Vorlauf, so bekommt man kleine Autos der Economy- Klasse schon für etwas mehr als zehn Euro pro Tag bei einer Anmietung von zwei Wochen sogar in den Sommermonaten (gefunden auf Mietwagenmarkt)*

In der Regel werden die Autos dann nur den gesetzlichen Haftpflichtschutz haben, weshalb ich immer die American Express Platinum empfehle, die neben einem umfangreichen Reiseversicherungspaket eben auch eine Mietwagen- Vollkaskoversicherung enthält. Mehr zu den vielen Vorteilen vor allem für Vielreisende erfahrt ihr im Einsteiger- Guide zur American Express Kreditkarte.

In den Sommermonaten ist es zudem unerlässlich, das Auto vorher im Internet zu reservieren.

Da die gesetzliche Haftpflicht in Großbritannien  nur 500.000 Pfund abdeckt, ist zudem zum Abschluss einer sogenannten  „Mallorca- Police“ zu raten. Auch diese ist in dem Versicherungspaket der AMEX Platinum natürlich enthalten.

Der Verkehr in Schottland ist eh so eine Sache für sich. Auch wenn das  Verkehrsaufkommen selbst in der Hauptreisezeit nicht annähernd so hoch ist  wie in Deutschland, bieten die schottischen Straßen für den ungeübten  Fahrer den einen oder anderen Fallstrick. Natürlich ist der Linksverkehr an  sich schon gewöhnungsbedürftig, doch in bestimmten Situationen ist er doppelt gefährlich: Dadurch, dass das Steuer auf der rechten Seite ist, wird die Gangschaltung natürlich auch mit der linken Hand bedient, was sehr viel schwieriger ist, als es erstmal klingt, da man am Anfang automatisch immer mit der rechten Hand schalten will und diese ins Leere greift.

Harmlos ist da eher der Klassiker, dass man den Scheibenwischer betätigt, wenn man blinken will, denn auch der Blinker ist in britischen Autos spiegelverkehrt eingebaut.

Ferner werden in Schottland  Straßenkreuzungen anders als in Deutschland überwiegend mit einem „roundabout“, einem Verkehrskreisel, gelöst, wodurch man selbst auf  Landstraßen zu plötzlichen Geschwindigkeitsanpassungen gezwungen wird. Eingefahren wird in den Kreisel natürlich linksrum, und der Kreisverkehr hat immer Vorfahrt. Eine besondere schottische Eigenheit sind außerdem die sogenannten „passing  places“.

Da die Verkehrsdichte gerade im Norden immer noch sehr gering ist, sind dort viele Strecken noch einspurig. Da man aber nicht völlig ausschließen kann, dass einem mal wer entgegenkommt, gibt es alle paar Hundert Meter  Haltebuchten, an denen man den Gegenverkehr passieren lässt. Dumm ist es nur,  wenn einem der Gegenverkehr gerade in der Mitte zwischen zwei Haltebuchten  begegnet, denn dann muss man sich irgendwie verständigen, wer nun zum  passing place zurückfährt.

Je nach Zustand und Zuschnitt der Straße kann das schon mal recht abenteuerlich werden. Am Berg hat grundsätzlich  Vorfahrt, wer von unten kommt. Eine weitere kleine Besonderheit ist das Gesetz, dass in Schottland Schafen grundsätzlich Vorfahrt einräumt. Wenn ein Schaf also die Straße überquert, hat man brav zu warten; wenn es sich das Schaf auf der Straße gemütlich macht ebenfalls.

Verpflegung in Schottland

Es heißt, die Hölle sei ein Ort, an dem die Briten Kaffee kochen und die  Italiener den Verkehr regeln. Man kann das ruhig auf die gesamten  kulinarischen Fähigkeiten der Schotten ausweiten, denn das Essen dort ist wirklich, nun ja, schwierig. Wer gepresste Schafsinnereien Haggis nennt und zu seinem Nationalgericht  erklärt, macht sich ja schon verdächtig, aber auch die unverdächtigeren Gerichte wie Fish & Chips sind kaum zu genießen.

Eine besondere Unart ist  der vollkommen maßlose Einsatz von Fett und Essig bei fast allem, was die Schotten kochen, braten oder backen. Ich war zuletzt in einem teuren Restaurant, und es war ein Desaster. Das  Beefsteak war so trocken, wie der Rotwein hätte sein sollen, es sollte ein  Gesetz geben, das Briten die Verwendung von Kartoffeln verbietet, und die Süßspeise hätte jeden Diabetiker auf der Stelle niedergestreckt.

Ausgenommen von diesem harten Urteil ist ausdrücklich das Frühstück. „Wer  in Schottland gut essen will, muss dreimal am Tag frühstücken“, heißt es nicht umsonst. Die Schotten haben einen anderen Essensrhytmus als wir Kontinentaleuropäer. Sie frühstücken reichhaltig, essen zum Lunch dann nur eine Kleinigkeit und nehmen dann abends zum Dinner die Hauptmahlzeit des Tages ein. Zum Frühstück gibt es dabei zur Eröffnung Cerealien, wie z.B.  Cornflakes, danach Rühreier, Bacon und Würstchen, zum Abschluss Quark oder Joghurt, dazu Tee und Orangensaft.

Geld und Preise in Schottland

Gezahlt wird in Schottland mit britschen Pfund. Ein britisches Pfund sind ungefähr 1,20 Euro. Die Schotten haben das Recht, eigene  Geldscheine zu drucken. Natürlich sind die englischen Pfund aber auch gültig.

Fast alles ist in Schottland bargeldlos mit Kreditkarte zu zahlen. An Geldautomaten erhält man mit EC- Karte Geld; allerdings sind  inzwischen Cash- Machines weit verbreitet, an denen man nur mit britischen Karten Geld bekommt. Am sichersten (und bei den Bankgebühren auch am günstigsten) bekommt man Geld bei der „Bank of Scotland“.

Mit welchen Kreditkarten ihr im Ausland gebührenfrei Bargeld abheben könnt, erfahrt ihr hier.

Man darf nicht dem Irrglauben verfallen, nur weil in Schottland noch alles  etwas rustikaler läuft als in Deutschland, sei das Leben dort auch entsprechend billiger. Dem ist weiß Gott nicht so! Eigentlich ist fast alles in Schottland teurer als in Deutschland. Neben  dem Benzin sind auch Unterkünfte, Lebensmittel, Bekleidung oder Restaurantbesuche preislich sehr viel unvorteilhafter. Selbst das Nationalgetränk der Schotten, der Whisky, ist perverser Weise in Deutschland günstiger zu bekommen als im Erzeugerland- jedenfalls in den Standardabfüllungen.

Wirkliche Geheimtipps zum Geldsparen im Land, wo Geiz sprichwörtlich schon  immer geil war, gibt es eigentlich nicht. Der vorausschauende Reisende  sollte zusehen, dass er sich mit Verpflegung in den Städten in einem  Supermarkt versorgt, da Lebensmittel dort deutlich billiger ist als in kleinen Läden auf dem Land. Wenn man sich mal einen guten Tropfen Single Malt gönnen möchte, sollte man ihn nicht in der Destillerie erwerben  sondern ebenfalls im Supermarkt.

Im Hinblick auf die Verpflegung bin ich ein Verfechter der Meinung, dass  die Briten kulinarische Barbaren sind und es insofern keinen relevanten  geschmacklichen Unterschied macht, ob man in ein teures Restaurant geht oder einen günstigen Burger oder Fish & Chips isst. Sich in Imbissbuden zu verpflegen, ist also immer eine Option.

Mücken in Schottland

Natürlich gehen einem auch in Deutschland die Mücken dann und wann mal auf  die Nerven. Das Ausmaß des Mückenterrors ist allerdings nicht vergleichbar  mit dem, was den geneigten Urlauber in Schottland erwartet. In den  Sommermonaten sind die kleinen Biester eine flächendeckende Plage.

Da ist es auch nur ein sehr kleiner Trost, dass von den 19 Mückenarten, die es in Schottland gibt, nur fünf Menschen stechen, denn es hilft wenig,  dass von ein paar hundert Millionen Mücken nur ein paar Millionen stechen. Der Kreis der Blutsauger reduziert sich noch, weil nur die weiblichen Tiere  stechen und diese auch nur, wenn sie Geschlechtsreife erlangt haben. Dummerweise deckt sich die Zeit der Geschlechtsreife ziemlich genau mit der  Hauptreisezeit, nämlich ungefähr von Mai bis September. Ab Ende August  lässt allerdings die Aggressivität der Mücken deutlich nach und man kann sich sogar mal abends im Freien aufhalten, ohne dauerhaft terrorisiert zu werden.

Besonders ärgerlich an dem Mückenterror ist auch, dass schottische  Mücken verständlicherweise kein Deutsch sprechen und insofern auch die  Packungsbeilagen einschlägigen Anti- Mücken- Zeugs nicht verstehen. Das  wiederum hat zur Folge, dass die meisten Antimückenmittel nicht wirken. Dazu kommt, dass schottische Mücken eine ganz besondere Vorliebe für  Gesicht, Ohren und andere Körperteile haben, die sich schlecht  mit einer dicken Repellent- Schicht bedecken lassen.

Wer auf ein Repellent nicht verzichten möchte, dabei aber gerne etwas auf natürlicher Basis verwenden möchte, dem empfehle ich Greensect. Übrigens sind die Mücken dort auch nicht so groß wie in Deutschland, sondern gleichen eher den kleinen Fruchtfliegen, die man in der Wohnung hat, wenn man den Abwasch mal eine Woche in der Küche stehen lässt. Ein kleiner Tipp:  Je schneller man sich damit abfindet, dass die Mücken eben zu Schottland  gehören wie Whisky, Castles und Kilts, desto schneller findet man das  innere Gleichgewicht, das Land trotz ständigen Kribbelns in Ohren oder Nase zu genießen.

Sprache in Schottland

In Schottland wird Englisch gesprochen –  oder jedenfalls so was Ähnliches…  Denn auch in Großbritannien gibt es Dialekte wie das Bayrische im  Deutschen und einige schottische Dialekte sind auch ebenso unverständlich.

An der Spitze der unverständlichen Dialekte steht zweifellos das Kauderwelsch der Glasgowians, was für Touristen umso unangenehmer ist, als diese eben oft über Glasgow nach Schottland einreisen. Das touristische Ohr ist entsprechend ungeübt und jeder Mensch, der einen anspricht, klingt erstmal wie Ozzy Osbourne. Einen Tipp, damit umzugehen, gibt es nicht. Da muss man durch!

Zehn Orte in Schottland, die man gesehen haben muss

Angenehmer ist das sehr viel weltoffenere Edinburgh, wo durchaus das  Englisch gesprochen wird, dass man irgendwann mal in der Schule gelernt hat. Neben dem Englischen wird in Teilen des Nordwestens sowie den Shetlands  auch noch Gälisch, die Sprache der Highlander gesprochen. In weiten Teilen  des Westens sind Verkehrsschilder noch zweisprachig gehalten.

In der Hauptreisezeit ist vermutlich Deutsch die meist gesprochene Sprache,  denn im Sommer fallen Horden unser Mitbürgerinnen und Mitbürger in  Schottland ein. Von den Einheimischen wird angenehmer Weise kein Deutsch gesprochen.

Wer ein bisschen Lust bekommen hat auf Schottland, dem empfehle ich mein Büchlein „Zehn Orte in Schottland, die man gesehen haben muss“, das als Ebook und als Taschenbuch erschienen ist und z.B. bei Amazon gekauft werden kann.

Schottischer Whisky

Neben Castles und Kilts gehört der Scotch Whisky zu den Wahrzeichen Schottlands; jeder Reisende wird mindestens eine Verkostung in einer der Hunderten Whisky- Destillerien mitmachen wollen. Jede der Destillerien hat ihre eigene Geschichte und der Whisky hat überall seinen eigenen Charakter. Schottlands Single Malts sind die besten der Welt und die Erzeuger sind stolz auf ihr Produkt.

Wer sich zur Einstimmung auf seine Schottland- Reise einen wirklich guten Single Malt Whisky gönnen möchte, sollte nicht auf die Standardabfüllungen der großen Destillerien zurückgreifen, denn der 12- jährige Glenfiddich oder der 10 Jahre alte Glen Grant werden deshalb so oft verkauft, weil sie den Geschmack vieler treffen- und dabei den speziellen Charakter einer jeden Destillerie verlieren.

Neben den Massenprodukten bieten auch die großen Destillerien Einzelabfüllungen an, die echte Handwerkskunst sind und entsprechend charaktervolle Geschmackseindrücke hinterlassen. Dabei sind die guten Abfüllungen gar nicht viel teurer als die Standardabfüllungen.

Von Glenfiddich gibt es z.B. den 14 Jahre alten Rich Oak, der bei Verkostungen Beifallsstürme erntet.

Glenfiddich Rich Oak 14 Jahre Single Malt Whisky mit Geschenkverpackung (1 x 0.7 l)
  • Beschreibung: Würziges und fruchtiges Aroma von Holz und getrockneten Früchten, wie Rosinen und Aprikosen, mit Noten von Toffee und Vanille.

Letzte Aktualisierung am 24.01.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Speziell zum Single Malt Scotch Whisky haben wir ein paar Informationen, Tipps und Empfehlungen auf einer eigenen Webseite zum schottischen Whisky zusammen gefasst.

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10 responses on “Tipps für die Schottland- Reise

  1. Karin

    Sehr witzig geschrieben 🙂
    Ich hätte Infos zum Thema „kann man denn irgendwann irgendwo in Schottland auch im Meerbaden?“ gesucht.
    Ich liebe näml. dieses Land, meine bessere Hälfte mag aber gern faul am Strand rumliegen, daher bin ich auf der suche nach einem Faulsein-was unternehmen-Kompromiss.

    lg
    karin

    1. kaiberke Post author

      Hi Karin,
      ich hab ja irgendwo was zum Achmelvich Beach geschrieben, der ist wegen der Golfströmung perfekt zum Baden, die Bucht ist richtig schön (jedenfalls war sie es noch, als ich 2005 das letzte Mal dort war…)
      Achmelvich Beach liegt zudem am Ende (oder am Anfang, je nachdem von wo man kommt) der Western Coastal Route, die das wunderschönste ist, was ich in Schottland je gesehen habe – und ich war 10 Mal dort und habe viiiiel gesehen. 😉

  2. maike

    Verstaerkt nicht gerade meine lust auf eine
    Schottland-tour aber war wirklich extrem amuesant
    😀 Falls du noch keine buecher schreibst,fang damit
    an!!!

  3. Franz-Peter Porsch

    Moin, ich würde gerne mit Rucksack und Zelt usw. die Highlands selbst erkunden wollen.
    Darf man in den Highlands zelten,Feuer machen ect. Und wie weit sind die Ortschaften in den Highlands entfernt von einander, bei Sch….. Wetter z.B.
    Oder eine Bed and Breakfast Tour durch die Highlands würde mich auch interessieren.
    Danke im Voraus für evt. Infos.

    1. Kai Post author

      Hi,
      „dürfen“ ist immer so eine relative Sache…
      Vermutlich darf man das nicht; trotzdem machen es alle Nase lang Leute. Meine Erfahrung ist, dass selbst wenn dich jemand entdeckt, dies für ein, zwei Nächte toleriert wird, wenn man sich vernünftig verhält,also vor allem keinen Müll hinterlässt. Je weiter man weg ist von den Hauptstrecken, desto unwahrscheinlicher wird es ja auch, überhaupt bemerkt zu werden. Gute Erfahrungen mit wildem Campen habe ich auf der Halbinsel Kintyre gemacht, die landschaftlich den Highlands in nichts nachsteht.
      Zu den Entfernungen: Schottland ist ein erstaunlich kleines Land, so dass die Entfernungen zwischen den Ortschaften vergleichsweise gering sind. Das ist aber eine Aussage von relativ geringem Wert, wenn man gerade in einem ergiebigen Sommerregen in der Mitte zwischen zwei Orten ist und in beide Richtungen also ein paar Kilometer bis zum nächsten Unterstellplatz hat.
      Was B&B angeht, habe ich nur geringe Erfahrungen; ich habe eher in den (noch günstigeren) Jugendherbergen übernachtet. Deren Netz ist gut ausgebaut in Schottland und es sind ein paar echte Kracher dabei wie die beiden Schlösser Loch Lomond und Carbisdale Castle, aber auch ein paar Häuser in atemberaubend schöner Umgebung (Achmelvich Beach!).
      Letzten Endes hat Schottland für jeden was zu bieten.

  4. Mercedes

    Sehr witzig, aber glaubhaft geschrieben! Ich schließe mich Maike an, falls sie mal ein Buch schreibt, bin ich daran sehr interessiert! 🙂

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